Inhalt

Einstiegslektüre:

* Maskulismus in zwei Minuten
* Kernthemen und -Forderungen
* Maskulismus für Anfängerinnen

"Maskulismus die radikale Ansicht,
daß Männer keine Schweine sind,
sondern Menschen."

Hauptthemen:

* Maskulismus
* Feminismus und feministische Politik
* Gender-Studies und feministische Theorie
* Feministische Rhetorik und Kampfbegriffe
* Medien und feministische Propaganda

Sitemap Stichwortverzeichnis


Aktuelles:
2018-07-11: Gender Empathy Gap Day - Tag der Geschlechter-Empathielücke
2018-06-22: neue Seite Kampfbegriff "Diversität" (inkl. einem Vergleich mit Identitätspolitik)
2018-06-01: neu: umfangreiches Stichwortverzeichnis
2018-05-05: neue Seite über weibliche intrasexuelle Konkurrenz, in memoriam YeyoZa, dem ehedem bekanntesten Twitterer hierzu.

Kampfbegriff "Diversität"






Merksätze

  1. Diversität einer Gesellschaft bedeutet, daß diese in einem bestimmten Aspekt heterogen, also unheitlich ist. Meist wird dieser Aspekt nicht klar ausgedrückt.
  2. Diversität bzw. Heterogenität hat grundsätzlich immer Nachteile, u.a. Verständigungsprobleme, Meinungsdifferenzen, weniger gemeinsames "soziales Kapital" u.a.
  3. Diversität bzw. Heterogenität kann für bestimmte Gruppen Vorteile bieten, bei denen die Nachteile durch Vorteile kompensiert werden, z.B. kulturelle Angebote. Allerdings sind diese profitierenden Gruppen i.d.R. kleiner und andere als die negativ betroffenen.
  4. Diversität ist insofern ein Kampfbegriff, als die erheblichen Nachteile verschwiegen werden und alleine die eventuellen Vorteile beschworen werden. Hierzu wird der klarere Begriff Heterogenität vermieden, und es werden oft Euphemismen wie "Vielfalt", "bunte Gesellschaft" o.ä. verwendet.
  5. Die Forderung nach mehr Diversität und die moralische Überhöhung von Heterogenität führt zu mehr Lagerdenken und gesellschaftlicher Zersplitterung (genauso wie Identitätspolitik), denn Diversität betont i.d.R. ethnische, sexuelle oder biologische Unterschiede.
  6. Politisch dient der Begriff als ein Trojanisches Pferd, mit dem feministische Dogmen und Machtansprüche feministischer Parteien durchgesetzt werden sollen.


Definition und Bezeichnungen

Diversität bedeutet in feministischen Kontexten, daß eine Menschengruppe, z.B. die Bevölkerung eines Staates, die Mitarbeiter oder speziell der Vorstand eines Unternehmens, die Mitglieder einer Partei usw., hinsichtlich bestimmter Merkmale nicht homogen ist, sondern heterogen. Die heterogenen Merkmale betreffen typischerweise die Biologie, Sexualität, Ethnizität, Weltanschauung o.ä. Merkmale von Menschen.

"Diversität" stammt vom Adjektiv "divers" ab. Dieses wird im üblichen Sprachgebrauch i.d.R. nur im Plural verwendet ("diverse Einkäufe") und bedeutet, daß diese Personen oder Dinge unterschiedlich sind. Im Singular ("Dieses Unternehmen ist sehr divers.") wird es fast nie benutzt und macht nur auf Umwegen Sinn. Die Heterogenität z.B. eines Unternehmens kann sich tatsächlich nur auf die Mitarbeiter, Produkte o.a. "Bestandteile" des Unternehmens beziehen. Es bleibt also unklar, in welcher Weise das Unternehmen heterogen ist. Diese Vernebelungstaktik ist typisch für Kampfbegriffe (s.a. Fußnote 1).

Synonyme

Da eine "diverse", heterogene Gesellschaft ein zentrales Politikziel feministischer Parteien ist, werden statt des eher unverständlichen "divers" oder des wertneutralen "heterogen" sehr oft positiv besetzte alternative Bezeichnungen benutzt, insb. "bunt" ("bunte Gesellschaft"),"vielfältig", "facettenreich" sowie Bezeichnungen, die nur in speziellen Kontexten benutzt werden, z.B. "multi-kulti".

Vorteile heterogener Gruppen

Heterogene Gruppen haben potentiell einige Vorteile gegenüber eine homogenen Gruppe: einen größeren Fundus an Erfahrungen, Wissensbeständen, Kontakten etc. Diese Vorteile existieren indes typischerweise nur aus Sicht spezieller Gruppen davon Profitierender, während die Nachteile weitaus mehr Personen betreffen können. Wir gehen daher zunächst auf die allgemeinen Nachteile bzw. aus Heterogenität resultierenden Probleme ein.

Diversität als Leitprinzip in der feministischen Propaganda

In der medialen Darstellung feministischer Medien oder z.B. in den Programmen feministischer Parteien wird Diversität als Leitprinzip bedingungslos angepriesen. Üblicherweise wird schon durch eine euphemistische Wortwahl wie "bunte Gesellschaft" suggeriert, ohne jedes Nachdenken die unbezweifelbare Vorteilhaftigkeit von Diversität zu akzeptieren, obwohl dieser Begriff, solange die heterogenen Merkmale nicht benannt werden, völlig inhaltsleer ist. Sofern es aber gelingt, diesen inhaltsleeren Begriff als moralisch überlegen und alternativlos zu positionieren, kann man ihn anschließend nach Bedarf selektiv mit konkreten Inhalten füllen.

Diversität wird oft als noch nicht oder nicht ausreichend vorhanden und als ein zu erreichenes Ziel gesellschaftlicher Transformationen dargestellt. Insofern kann man hier von Diversitätspolitik reden.

Diversität wird konkret vor allem als Argument zugunsten von Frauenquoten, Aufnahme von Migranten, Aufbrechen "verkrustete Strukturen und Geschlechterrollen" benutzt, keinesfalls hingegen zugunsten von ideologischer Diversität und Meinungsvielfalt, Offenheit von Debatten oder einem ausgeglicheren Geschlechteranteil in den Gender Studies - das Leitprinzip Diversität ist nur für die Fälle gemeint, wo es zu mehr Macht für feministische Akteure führt.



Nachteile von Diversität bzw. Heterogenität

Heterogenität bedeutet automatisch, daß man mit anderen Personen, mit denen man kooperieren oder zusammenleben muß, verglichen mit homogenen Umfeldern
  • weniger gemeinsame Erfahrungen und gemeinsames "kulturelles Kapital" hat,
  • ggf. diametral entgegengesetzte Wertvorstellungen und ein erhöhtes Konfliktpotential hat,
  • ggf. infolge von Sprachbarrieren die Kommunikation fehlerhafter und aufwendiger wird,
  • infolgedessen die Interaktionssicherheit reduziert wird.
Generell erhöht dies den Streß, den Mitglieder unterschiedlicher Gruppen aufeinander bewirken.

Verstärkung von Lagerdenken und gesellschaftlicher Zersplitterung

Die größte Gefahr von großer Diversität (bzw. der Forderung nach viel / mehr Diversität) liegt in der Verstärkung von Lagerdenken und gesellschaftlicher Zersplitterung, das ganz analog wie bei Identitätspolitiken auftritt.

Begrifflich unterstellt Diversität bzw. Heterogenität, daß gut sichtbare Unterschiede in bestimmten Merkmalen einer Gesamtpopulation vorhanden bzw. zu erzeugen sind. Diese sichtbaren Unterschiede führen leicht dazu,

  • daß man die Verschiedenheit in dem Heterogenitätsmerkmal auf die ganzen Personen verallgemeinert,
  • daß man mental einzelne Kollektive bildet, deren Mitglieder die exakt oder ungefähr gleiche Ausprägung des Heterogenitätsmerkmals haben, z.B. religiöse, ethnische oder sexuelle Kollektive.
Damit, wie gewünscht, die Heterogenität gut sichtbar ist, müssen diese Kollektive ferner alle einen vergleichbaren Status haben, also insb. gleich viel Raum in Darstellungen einnehmen und ihre Unterschiedlichkeit politisch korrekt bei jeder Gelegenheit erwähnt und bewußt gemacht werden.

Im Endeffekt wird so gefördert, die Gesamtpopulation als Menge disjunkter Kollektive zu verstehen und sich selber als Mitglied genau eines dieser Kollektive wahrzunehmen. Dementsprechend wird man vor allem im Interesse dieses Kollektivs handeln, dessen Sichtbarkeit erhöhen und übergeordnete, allgemeine Werte und Interessen hintanstellen. Dieses Phänomen ist exakt der Grund für die soziale Sprengwirkung von Identitätspolitiken, s. nächsten Abschnitt.

Diversitätspolitik vs. Identitätspolitik

Unter Identitätspolitik wird i.d.R. die politische Strategie einer Interessengruppe verstanden, die Kollektividentität ihrer Mitglieder zu maximieren. Kollektividentität ist das Selbstverständnis, vor allem Mitglied dieses Kollektivs zu sein. Es ist eine Methode der Bewußtseinslenkung innerhalb des Kollektivs und zur Erzeugung von Feindbildern und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Beide Politiken betonen die Unterschiedlichkeit von Kollektiven, die i.d.R. anhand biologischer oder ethnischer Merkmale gebildet werden, und die Unterschiede zwischen Mitgliedern verschiedener Kollektive. Ferner werden Mitglieder stets (kontrafaktisch) zu Repräsentanten ihrer Kollektive erklärt. Die negativen Effekte beider Politiken sind daher sehr ähnlich.

Der Hauptunterschied zwischen beiden Politiken liegt in der Motivation und im Anwendungsbereich: Während Diversitätspolitiken ein breites Spektrum von Anwendungsbereichen und Profiteuren (s. nächster Abschnitt) haben, fallen Identitätspolitiken vor allem in den Anwendungsbereich Propagandainstrumente antirassistischer Aktivisten.



Vorteile und Profiteure von Heterogenität

Diversität bzw. Heterogenität wird vielfach als bedingungslos wertvoll und vorteilhaft angepriesen. Tatsächlich ist aber meist unklar, worin und für wen der Vorteil genau besteht:
  • Der größere Fundus an Erfahrungen, Wissensbeständen, Kontakten etc. einer heterogenen Gruppe ist dann und nur dann ein fühlbarer Vorteil, wenn die Gruppe eine fremd- oder selbstgestellte Aufgabe oder Verantwortung hat, für die die Effekte der Heterogenität relevant und erfolgssteigernd sind.
  • Daß eine heterogene Gruppe mehr Erfolg hat als eine homogene, bedeutet noch lange nicht, daß diese Vorteile den Mitgliedern der heterogenen Gruppe selber zugutekommen, die Profiteure der Heterogenität können ganz andere Personen oder Instanzen sein. Das beste Gegenbeispiel sind heterogene Belegschaften in Unternehmen, die zwar ggf. den Ertrag des Unternehmens steigern; dieser Ertrag fließt aber allein den Firmeninhabern zu.
I.f. diskutieren wir die wichtigsten Beispiele, in denen Heterogenität propagiert wird, und identifizieren dort die jeweiligen Vorteile und deren Profiteure.

Heterogenität in Unternehmensbelegschaften

In einem internationalen Unternehmen ist es z.B. vorteilhaft, wenn die Belegschaft bzw. der Vorstand Mitglieder aus allen relevanten Ländern enthält, die jeweils länderspezifische Erfahrungen einbringen.

Im speziellen Fall der Geschlechterheterogenität in Unternehmen argumentieren Feministen regelmäßig, daß Unternehmensvorstände erfolgreicher arbeiten, wenn beide Geschlechter vertreten und insb. mehr Frauen vorhanden sind. Mit diesem Argument begründen Feministen regelmäßig Frauenquoten in Unternehmen. Diese pauschale Behauptung ist allerdings vielfach widerlegt worden, s. separate Seite. Die hier notwendige Annahme, Frauen - genauer gesagt Karrierefrauen - würden wesentlich andere betriebliche Erfahrungen und Kenntnisse einbringen als Männer, ist auch nicht plausibel. Die ersatzweise Annahme, Frauen würden sich alleine aus biologischen Gründen wesentlich anders verhalten als Männer, ist schon eher plausibel, steht aber in inneren Widerspruch zum feministischen Dogma, daß genau solche biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht existieren.

In betrieblichen Kontexten werden die Nachteile meistens durch die Vorteile kompensiert: die Mitglieder der Gruppe kontrollieren sich gegenseitig besser, der höhere Streß (vgl. Rock (2016)) und die schärfere Kontrolle spornen zu höheren Leistungen und weniger Fehlern an.

Diversität als Geschäftsfeld für Unternehmensberatungen

Es ist aber keineswegs garantiert, daß die Vorteile die Nachteile überwiegen. Als Folge dessen hat sich ein ganzer Geschäftszweig großer Beratungsunternehmen etabliert, die andere Unternehmen darin beraten, wie man Diversitätsprogramme ohne zu große Kollateralschäden plant und umsetzt. Derartige Beratungsunternehmen betreiben daher unermüdlich professionelle Propaganda zugunsten von Diversitätspolitiken, z.B. Hunt (2015), gerne auch mit Fake-Statistiken und anderen erprobten Techniken professioneller Propaganda. Wegen ihrer Beraterumsätze sind sie indirekte Profiteure von Diversität im Sinne von Diversitätspolitiken.

Typisch hierbei sind "Diversity-Schulungen", die die Mitarbeiter gegen die o.g. Nachteile von Diversität immunisieren sollen. Untersuchungen zufolge sind diese Diversity-Schulungen aber meist nicht auf ihre Wirksamkeit worden (s. Paluck (2009)), sind also Glaubenssache, waren manchmal erfolgreich, manchmal nicht (Dobbin (2007)), sind jedenfalls besteht ein hohes Risiko, daß sie kontraproduktiv sind (Bregman (2012)). Die Ursachen sind offensichtlich:

  • Die Probleme der Heterogenität und die ideologisch verursachten Denkfehler hinsichtlich der Ursachen von Homogenität werden den Umzuerziehenden erst so richtig bewußt gemacht.
  • Die Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung von Diversität werden als ungerechtfertigt, arrogant und antiwissenschaftlich empfunden und erzeugen interne Kritik und Abwehr. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die Damore-Affäre bei Google.

Diversität als Life-Style-Produkt und Distinktionsmerkmal für Globalisten

In bestimmten Bevölkerungsgruppen, die manchmal als "Globalisten" oder "Internationalisten" bezeichnet werden, hat Diversität den Charakter eines Life-Style-Produkts. Es handelt sich typischerweise um Bildungsbürgertum, Diversität bezieht sich auf das kulturelle Umfeld, z.B. man besucht kulturelle Veranstaltungen aus fremden Kulturen, hat Bekannte in mehreren Ländern, die andere Sprachen sprechen und anderen Kulturkreisen angehören (natürlich nur Personen aus der gleichen gehobenen sozialen Schicht, keinesfalls aus der Unterschicht) usw.

Diversität dient hier als soziales Distinktionsmerkmal, die Kontakte in andere Kulturen sind sozusagen Trophäen, man demonstriert damit Breite und Umfang seiner Bildung. Diesen Vorteilen stehen vertretbare Kosten gegenüber. Kontakt zu ernsthaft negativen Aspekten anderer Kulturen vermeidet man natürlich.

Diversität als Mittel zum politischen oder medialen Machtgewinn von Minderheiten

Eine kulturelle, sexuelle o.ä. Minderheit kann die eigene politische oder mediale Machtposition erheblich stärken, wenn man es schafft, Diversität als gleichstarke Repräsentanz aller kulturellen oder sexuellen Varianten zu interpretieren. Am besten wird dies durch die Regenbogenflagge der LGB+-Bewegung veranschaulicht; die ca. 10 Farben, die je eine sexuelle Identität symbolisieren sollen, sind alle gleich breit. Würde man die Breite der Streifen entsprechend der Bevölkerungsanteile wählen, würden die beiden Streifen für männlich und weiblich ca. 97% der Fläche bedecken, die weiteren Streifen wären kaum noch sichtbar. Die gleich breiten Streifen symbolisieren den Anspruch, daß jedes der Kollektive, unabhängig von der Größe des Bevölkerungsanteils, gleich viel Macht hat, bei einer Minderheit also wesentlich mehr, als ihr nach üblichen demokratischen Grundsätzen zustehen würde.

Der Nutzen der Diversität liegt also im Machtgewinn von Minderheiten, genauer gesagt im Machtgewinn der Repräsentanten dieser Minderheiten.

Diversitätspolitik als getarntes Quotensystem und Diskriminierunginstrument

Das beste Beispiel hierfür sind die Zulassungsmethoden von Universitäten, die sich mit der ethnischen Diversität ihrer Studentenschaft brüsten (wollen). Bei der Harvard University ist dies besonders gut dokumentiert, s. Yang (2018). Männliche Anwärter auf einen Studienplatz, die bis auf ihre Ethnie identische Testergebnisse, Zeugnisse und andere zulassungsrelevante Merkmale haben, haben folgende Zulassungswahrscheinlichkeiten: 25% bei Asiaten, 32% bei Weißen, 77% bei Hispanics und 95% bei Schwarzen. Offiziell hält Harvard die Behauptung aufrecht, nur nach Eignung auszuwählen. Dies gelingt aber nur, indem der "Charakter" der Anwärter in die Bewertung einbezogen wird und indem Asiaten fast ausnahmslos kontrafaktisch als asozial eingestuft werden.

Im Endeffekt ist die offzielle Diversitätspolitik ein hinter einer Wand von Lügen getarntes Quotensystem. Direkte Profiteure sind ethnische Gruppen, die einen hohen Opferstatus haben, hier Scharze und Hispanics, und ggf. die Universität, die sich zumindest offiziell als moralisch hochstehend verkauft.

Diversität als Propagandainstrument für Antirassisten

Große Teile der heutigen "Linken" sind fixiert darauf, heutige oder historische Diskriminierungen aufgrund z.B. von Hautfarbe, Ethnizität oder Geschlecht aufzuspüren und zu bekämpfen. Im Gegensatz zum vorstehenden Machtgewinn von Minderheiten geht man hier von einem "Kriegszustand" innerhalb der unterschiedlichen Gruppen aus, z.B. Männer unterdrücken Frauen (die keine Minderheit sind), Weiße unterdrücken Farbige usw. Einzelne Gruppen werden also moralisch abgewertet, andere als Opfer aufgewertet. Fehlende Heterogenität, genauer gesagt nicht ausreichende Sichtbarkeit oder Macht der moralisch höherstehenden Gruppen, wird als Diskriminierungstatbestand angesehen. Diversität bzw. Heterogenität wird als Abwesenheit solcher Diskriminierungen verstanden.

Was Diversität nun genau bedeutet, bleibt auch hier wieder unklar, denn diese politischen Strömungen schließen praktisch nach Belieben von sozialen Ungleichheiten auf Diskriminierungen (dies ist ein routinemäßig als Propagandatechnik genutzter Denkfehler). Die Forderung nach Diversität ist hier also im Endeffekt ein flexibel einsetzbares Instrument der psychologischen oder juristischen Kriegführung gegen die moralisch minderwertige Gruppe, z.B. gegen die weiße Mehrheitsbevölkerung.

Quellen

Fußnoten

[1] Völlig widersinnig und ein weiterer Beitrag zum Begriffschaos ist die absehbare Benutzung von "divers" als Bezeichnung für das dritte Geschlecht in Personenstandsregistern oder Stellenanzeigen (s. Knabenreich (2018)). Mehrere Personen können bzgl. des Geschlechts heterogen sein. Eine einzelne Person kann aber nicht divers (= heterogen) mit sich selber sein. Die einzige sinnvolle Bezeichnung ist hier intersexuell.