Inhalt

Einstiegslektüre:

* Maskulismus in zwei Minuten
* Kernthemen und -Forderungen
* Maskulismus für Anfängerinnen

"Maskulismus die radikale Ansicht,
daß Männer keine Schweine sind,
sondern Menschen."

Hauptthemen:

* Maskulismus
* Feminismus und feministische Politik
* Gender-Studies und feministische Theorie
* Feministische Rhetorik und Kampfbegriffe
* Medien und feministische Propaganda

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MGTOWs vs. PUAs vs. Maskulisten





Inhaltsübersicht



MGTOWs vs. PUAs vs. Maskulisten


Im Kontext der Geschlechterdebatte kommen immer wieder die Begriffe PUA, MGTOW, MRA vor. Dies sind die Abkürzungen von
  • Pick-Up Artist
  • Men Going Their Own Way
  • Mens' Rights Activist
Alle haben irgendwie mit dem Geschlechterthema zu tun und wirken von weitem betrachtet ähnlich (und werden diskurstechnisch oft auch in einen Topf geworfen). Die Begriffe sind relativ neu und nicht klar abgegrenzt, sie werden je nach Debattenteilnehmer auch unterschiedlich definiert. Teilweise sind sie Gegenstand von Begriffskriegen. Grundsätzlich unterscheiden sie sich aber ganz erheblich, und zwar hinsichtlich
  1. ihrem von außen beobachtbaren Verhalten, also was tun (oder lassen) diese Personengruppen typischerweise,
  2. den damit verfolgten Absichten, also welche Effekte erzielen sie damit, entweder geplant oder ungeplant, und
  3. den Gründen dafür, also wie sind sie dazu gekommen, was waren die typischen Anlässe und Ursachen.
Insb. die Absichten und Gründe sind oft nur spekulativ zu klären. Die folgenden Definitionen sind eher als idealtypische Charakterisierung zu verstehen, nicht als empirische Analyse einer Population:
  • Maskulisten (m/w) sind Personen, die gegen den verbreiteten Sexismus gegen Männer eintreten und (vergleichbar mit Feministinnen der 2. feministischen Welle) vor allem gegen rechtliche Diskriminierungen von Männern, die vielfach Artikel 3 des Grundgesetzes verletzen, kämpfen. Angestrebter Effekt ist natürlich die Aufhebung dieser Diskriminierungen, diverse Motivation hierfür sind offensichtlich. MRAs unterscheiden sich hiervon nur in Nuancen, beide Begriffe werden oft synonym benutzt.
  • PUAs sind heterosexuelle Männer, die einen ausgeprägten Drang nach sexuellen Kontakten zu möglichst vielen Frauen haben und die neben altbewährten klassischen Verführungsmethoden hierzu ggf. auch psychologiebasierte Methoden einsetzen. Abhängig vom ideologischen Standpunkt werden diese Methoden als anrüchig, kriminell und/oder frauenverachtend angesehen und es wird eine Schädigung der betroffenen Frauen erwartet uns ggf. dies den PUAs als Absicht unterstellt. Als PUAs im engeren Sinne werden oft nur prominente Anbieter und Konsumenten von entsprechenden Ratgebern oder Kursen angesehen.
  • MGTOWs sind Männer, i.d.R. heterosexuelle, die aus den diversen heute vorhandenen Diskriminierungen von Männern (namentlich im Scheidungsrecht und im Sexualstrafrecht) die Konsequenz ziehen, keine Ehen oder ähnliche feste Beziehungen mit Frauen einzugehen, keine Familie zu gründen und keine Kinder zu haben. "Gemäßigte" MGTOWs haben ggf. noch lose Beziehungen zu Frauen, gehen aber keine feste Beziehung ein. Radikalere MGTOWs vermeiden zur Risikominimierung jeden privaten Kontakt mit Frauen. Noch radikalere MGTOWs ziehen sich komplett aus der Gesellschaft zurück. MGTOWs brechen also deutlich aus den üblichen Rollenerwartungen aus, wonach ein Mann gefälligst als Kavalier Frauen umwerben und bevorzugen muß und in seiner Lebensplanung vor allem nach hohem Einkommen streben muß, um seinen Marktwert auf dem Beziehungsmarkt zu steigern und ggf. eine Familie zu finanzieren.

Privat vs. Politisch

Ein auffälliger Unterschied zwischen den vorstehenden Merkmalen besteht darin, inwieweit auf das Privatleben und/oder Politik Bezug genommen wird:
  • Maskulisten gemäß der obigen Definition sind weit überwiegend politisch orientiert und kämpfen um politische bzw. gesetztliche Änderungen. Motiviert sind viele, insb. entsorgte Väter, zwar durch private Probleme (Kindesentzug), lösen lassen sich diese Probleme aber bei den Betroffenen nur politisch durch Änderungen der Gesetzeslage, die Frauen einseitig bevorzugt. Maskulisten, die sich gegen Grundrechtsverletzungen wie z.B. Frauenquoten in DAX-Aufsichtsräten einsetzen, sind hingegen praktisch nie davon persönlich betroffen oder streben persönliche Vorteile an.
  • PUAs sind begrifflich fast ausschließlich über ihre privaten Beziehungen zu Frauen charakterisiert. PUAs streben zunächst keine politischen Ziele an. Allenfalls infolge der fortschreitenden Verschärfung des Sexualstrafrechts (s.u.) werden sie ggf. zu einem Widerstand gegen diese Verschärfungen getrieben. Ein Teil der PUAs vertritt sehr konventionelle (um nicht zu sagen reaktionäre) Männerbilder, wonach richtige Männer ihre Probleme selber lösen und nur Schwächlinge (und Frauen) die Politik zu Hilfe rufen. Dieser Typus PUA distanziert sich vehement von politischen Maskulisten.
  • MGTOWs gehen von einer relativ gründlichen Analyse der sozialen und politischen Verhältnisse aus und sind in dieser Hinsicht politisch, wenn auch nur passiv. Die Konsequenzen ziehen sie in ihrem Privatleben. PUAs und MGTOWs haben wiederum diametral entgegengesetzte Absichten hinsichtlich sexueller oder sonstiger Kontakte zu Frauen: gar keine oder fast keine vs. möglichst viele.

Weibliche MRAs, PUAs, MGTOWs

Sehr gut verdeutlichen kann man sich die Unterschiede zwischen den drei Gruppen auch daran, ob Frauen bzw. Schwule die jeweiligen Rollen einnehmen könnten.

Frauen können ohne weiteres Maskulisten/MRAs sein, es gibt sogar eine ganze Reihe sehr bekannte und aktive weibliche MRAs, z.B. Erin Pizzey, Karen Straughan (a.k.a. girlwriteswhat) und Prof. Janice Fiamengo.

Frauen können wörtlich genommen keine PUAs sein, weil sie kein Mann sind. Wenn man die Rollen vertauscht und die Beherrschung von Verführungstechniken und hohen Männerverschleiß als Kriterium heranzieht, sind ziemlich viele Frauen PUAs. Sinnvoll ist der Begriff trotzdem nicht, weil Frauen wegen der Libido-Differenz zwischen Männern und Frauen i.a. keine Probleme haben, viele Sexualpartner zu finden (sofern ihre Ansprüche nicht zu hoch sind). Teure Verführungskurse für Frauen gibt es daher nicht. PUA-artiges Verhalten von Frauen wird zwar ebenfalls wie bei Männern negativ angesehen, aber nicht als kriminell oder männerverachtend oder -schädigend.

Aus den weitgehend gleichen Gründen können Frauen auch keine wörtlich genommenen MGTOWS sein. Wenn man wiederum die Geschlechterrollen vertauscht, ist es in westlichen Gesellschaften kaum vorstellbar, daß Frauen nur deswegen Beziehungen zu Männern ablehnen, weil sie gesetzlich diskriminiert werden.

Homosexuelle MRAs, PUAs, MGTOWs

Die drei Gruppen unterscheiden sich auch darin, ob Schwule die jeweiligen Rollen einnehmen könnten.

Schwule dürften in etwa den gleichen Anteil unter den männlichen MRAs haben wie in der allgemeinen Bevölkerung (ca. 1 - 3%). Der vermutlich weltweit bekannteste schwule MRA ist Milo Yiannopoulos.

Schwule können sinngemäß keine PUAs sein (allenfalls Bisexuelle). Die Libido-Differenz zwischen Männern und Frauen, die grundlegend für das Phänomen PUA ist, existiert in analoger Form nicht zwischen Schwulen.

Schwule können keine MGTOWs in dem Sinn sein, entgegen einer gynophilen sexuellen Attraktion keine Kontakte zu Frauen zu suchen - solche Kontakte suchen sie sowieso nicht. Schwule können sinngemäß durchaus MGTOWs in dem Sinn sein, sich weitgehend aus einer frauenzentrierten Gesellschaft zu verabschieden, weil sie als Mann vom Sexismus gegen Männer und gesetzlichen Diskriminierungen von Männern genauso betroffen sind wie Heteros. Es gibt einige verblüffende Parallelen zwischen hetero-MGTOWs und Schwulen: Ein Hetero, der sich von seinem biologisch begründeten Trieb, Frauen zu hofieren, emanzipiert hat und Frauen als geschlechtslose Wesen behandelt (interessanterweise eine feministische Forderung), ist in diesem sehr markanten Aspekt der Interaktion mit Frauen kaum noch von einem Schwulen zu unterscheiden. Aus dieser Perspektive sind alle Schwule automatisch MGTOWs.

Historische Vorgänger

Alle drei Begriffe sind noch relativ jung und werden erst seit ca. 10 Jahren in einschlägigen Kontexten häufiger benutzt. Die Denk- und Handlungsmuster sind allerdings so ähnlich teilweise schon viel früher aufgetreten.

PUAs hießen früher je nach Kontext und Zeitalter Aufreißer, Casanova, Don Juan, Frauenheld, Gigolo, Hallodri, Herzensbrecher, Hurenbock, Ladykiller, Playboy, Weiberheld, Wüstling usw. Diese Bezeichnungen sind fast ausnahmslos negativ konotiert, d.h. die soziale Ächtung von hohem "Frauenverschleiß" ist historisch nichts neues. Ratgeber zum Verführen von Frauen hat es ebenfalls schon immer gegeben. Die einzige Besonderheit von PUAs ist die viel bessere Sichtbarkeit in den Zeiten des Internets und die Leichtigkeit, mit der Shitstorms und Aufschreie gegen Männer i.a. und PUAs im besonderen organisiert werden können.

MGTOWs sind auch nichts neues. Ältere Bezeichnungen wie Hagestolz oder "eingefleischter Junggeselle" deuten auf eine bewußte, gesellschaftlich aber mißbilligte Entscheidung hin, Single zu bleiben. In religiösen Kontexten finde man die Begriffe Zölibatäre und Mönche, die nicht negativ besetzt sind, bei denen trotzdem offen bleibt, ob das Zölibat allein religiöse Gründe hat.

In erster Näherung sind MGTOWs also Singles. Die eigentliche Frage ist also, worin sich MGTOWs von "gewöhnlichen" Singles unterscheiden und ob diese Unterschiede schon früher existierten.



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MGTOWs vs. Singles


Singles (m/w) sind seit vielen Jahren ein Massenphänomen in vielen Industriestaaten, das u.a. im Kontext des Bevölkerungsschwunds vielfach analysiert wurde. Es gibt viele Gründe für ein Singledasein. Klassische Gründe für ein unfreiwilliges Singledasein sind hohes Alter, wenig Bildung, geringer sozialer Status oder sonstige nicht selber behebbare Unattraktivität.

MGTOWs sind prinzipiell als freiwillige Singles anzusehen, alleine die Selbstbezeichnung deklariert, daß going their own way als Single eine bewußte Entscheidung war und eine feste Beziehung im Prinzip realisierbar gewesen wäre.

Von MGTOWs werden häufig folgende Risiken als Argument gegen Beziehungen zu Frauen genannt:

  1. das heutzutage sehr hohe Risiko, daß eine Ehe scheitert, i.d.R. auf Betreiben der Frau,
  2. das sehr hohe Risiko, daß, sofern die Ehe scheitert und Kinder vorhanden sind, diese im Streitfall automatisch der Frau zugesprochen werden und daß der Mann für viele Jahre zum Zahlesel degradiert wird
  3. das Risiko, daß die Frau bei einem Streit (insb. bei Sorgerechtsstreitigkeiten) den Mann denunzuiert und/oder sexuelle Belästigungen erfindet, die automatisch zu einer Vorverurteilung und ggf. Inhaftierung des Mannes führen, also eine existenzielle Bedrohung darstellen. Eine wesentliche Rolle spielt hier die extreme Verschärfung des Sexualstrafrechts, die mehr oder minder explizit als bewußter Gesetzesterror gegen Männer gedacht ist.

Tali Sharot beleuchtete in einem sehr sehenswerten Vortrag auf der TED Konferenz 2012 die verbreitete Selbsttäuschung durch Optimismus und argumentiert, daß das Ignorieren der enorm hohen Eherisiken erstaunlich ist und nur als "kognitive Täuschung", also geistige Fehlleistung erklärt werden kann. Das Eingehen derartig hoher Risiken würde man in anderen Kontexten als verrückt ansehen. Insofern sind Singles und MGTOWs rationaler als Verpartnerte.

Umgekehrt verliert ein zentrales Argument zugunsten einer festen Beziehung, Sex, für viele Männer an Bedeutung: das Internet liefert viel mehr Möglichkeiten für lose Beziehungen als früher, diverse Formen von Selbstbedienung sind enttabuisiert, und die notorische mediale Dämonisierung männlicher Sexualität kann zu einer - sonst nur in religiösen Kontexten beobachtbaren - Ablehnung und Unterdrückung der eigenen Sexualität führen.

Dies dürften auch bei "normalen" freiwilligen Singles Hauptgründe für den Singlestatus sein. Hinzu kommen Gründe wie überzogene Anspruchshaltung eines Partners, Einschränkungen des Lebenswandels und der Karriereoptionen (wie aktuell in "La La Land" filmisch illustriert) u.a.m. Diese Abwägungen spielen bei "normalen" freiwilligen Singles eine wesentliche Rolle. MGTOWs unterscheiden sich hier also nur graduell von anderen Singles.

Der Unterschied zwischen MGTOWs und normalen Singles liegt also weniger in den prinzipiellen Gründen, Single zu sein, sondern darin, daß MGTOWs die Gesetzeslage hinsichtlich Kontakten mit Frauen bzw. Ehe besser kennen und die dort vorhandenen Risiken expliziter wahrnehmen und als zu hoch einschätzen.

Im Vergleich zu anderen Singles sind MGTOWs auch offener und expliziter in der Kommunikation ihrer Risikoeinschätzung: im Internet sind MGTOWs ziemlich präsent, vieles ist i.w. Protest gegen männerdiskriminierende Gesetze (solche nicht radikalen MGTOWs sind zugleich MRAs; ein fortgeschrittener MGTOW würde allerdings keinen besonderen Wert auf Kommunikation mit der Restgesellschaft legen).

Einschätzung des "Risikos Frau"

Die Einschätzung von MGTOWs, daß von einer Frau ein relativ hohes Risiko für das Scheitern einer Beziehung ausgeht, wird von Feministen regelmäßig als Frauenfeindlichkeit interpretiert, denn aus feministischer Sicht geht von Frauen keinerlei Risiko aus, da Frauen unfähig zu Lügen, Falschanschuldigungen oder jeglichem Verbrechen sind. Diese feministischen Angriffe tragen neben den Selbstdarstellungen nicht unwesentlich zum Image von MGTOWs bei.

Diese feministische Diskursstrategie ist an Doppelzüngigkeit kaum zu überbieten. Jungen Mädchen wird regelrecht eingehämmert, daß sie einen Mann als extremes Risiko für das Scheitern einer Beziehung ansehen müssen, weil der Mann sie wahrscheinlich früher oder später für eine andere Frau verlassen, mit den Kindern alleine lassen und dem Elend ausliefern wird. Exakt aus diesem Grund wird die klassische Versorgerehe mit einem männlichen Hauptverdiener, die eigentlich auf lebenslängliche Dauer angelegt ist, verbissen bekämpft. Der feministische Kampf gegen die lebenslängliche Ehe wird natürlich auch von jungen Männern wahrgenommen und erhöht gerade die Risikoeinschätzung von Frauen.

Den MGTOWs wird in diesem Zusammenhang auch vorgeworfen, ihre Risikoeinschätzung von Frauen sei unrealistisch und man würde Einzelfälle von bösartigen Frauen - die es natürlich immer gibt - auf alle Frauen verallgemeinern und verabsolutieren, also sexistisch argumentieren. Letztlich wird dies als Beweis für generellen Frauenhaß gewertet. Diese Vorwürfe, insb, der Frauenhaß-Vorwurf sind allerdings bestenfalls Denkfehler, oft selber nur sexistische Propaganda. Die extrem hohe Scheidungsquote ist eine empirische Tatsache und keine unzulässige Verallgemeinerung von Einzelfällen. Deren emotionslose Einkalkulierung ist kein Anzeichen für Frauenhaß. Die Entscheidung, freiwillig Single zu bleiben, wird ferner immer im konkreten sozialen Umfeld und den dort verfügbaren Optionen getroffen, nicht in einer abstrakten, Millionen Frauen umfassenden Population. Ferner muß der Suchaufwand in vertretbarem Rahmen bleiben. Wenn also unter den beschränkt vielen, realistisch infragekommenden Frauen nichts passendes zu erwarten ist, dann ist damit keine Aussage über Millionen andere Frauen verbunden.



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Kompensatorischer Gesetzesterror gegen Männer im Sexualstrafrecht


Kompensatorischem Gesetzesterror im Sexualstrafrecht ist motiviert durch das Problem, daß viele Sexualdelikte nur schwer nachzuweisen sind. Die Delikte liegen in einer Grauzone, zwischen erlaubtem und verbotenem Verhalten bestehen oft nur subtile Unterschiede. Mißverständnisse und Kommunikationsdefizite machen es in viele konkreten Fällen schwierig, eine Schuld nachzuweisen.

Speziell in den USA ist die Frage, welcher Anteil der Sexualdelikte tatsächlich durch eine Verurteilung bestraft werden, zu einem Politikum geworden. Durch jahrelange Propaganda unter dem Schlagwort "rape culture" und gefakte Statistiken, wonach 20% aller Studentinnen wenigstens einmal während ihres Studiums vergewaltigt werden, wurde suggeriert, daß nur ein winziger Bruchteil der Vergewaltigungen von Frauen bestraft wird. Durch diese Propaganda wird ferner bei Frauen ganz allgemein Angst erzeugt bis hin zum Gefühl, ständig akut bedroht und einem Terror ausgesetzt zu sein. Durch diese medial erzeugte Konditionierung von Frauen werden auch entsprechende Presseberichte verstärkt wahrgenommen. Daß seit Jahren die Verurteilungen sinken, wird nur als Beweis einer sinkenden Verurteilungsquote und noch größerem Risiko interpretiert, nicht als Widerlegung der Propagandaaussagen.

Der kompensatorische Gesetzesterror hat im Prinzip die Absicht, dieses gefühlte kollektive Unrecht, unter dem Frauen subjektiv leiden, durch Gesetze zu kompensieren, durch die Männer besonders leicht und häufig verurteilt werden können. Beispiele für entsprechende Gesetze sind die Feme-Gerichtsbarkeit an amerikanischen Universitäten (in Deutschland durch den Fall Paul Nungeßer bekannter geworden), das "Yes Means Yes"-Gesetz in den USA und das neue Sexualstrafrecht in Deutschland.

Insb. sollen die neuen Gesetze Fehlurteile zulasten von Männern erleichtern. Als Beispiel für diverse Quellen, die den kompensatorischen Gesetzesterror rechtfertigen und seine Funktionsweise beschreiben, sei hier Klein (2014) zitiert:

[the Yes Means Yes law] will settle like a cold winter on college campuses, throwing everyday sexual practice into doubt and creating a haze of fear and confusion over what counts as consent. ... "Yes Means Yes" needs to create a world where men are afraid. .... the law is only worth the paper it's written on if some of the critics' fears come true. Critics worry that colleges will fill with cases in which campus boards convict young men (and, occasionally, young women) of sexual assault for genuinely ambiguous situations. Sadly, that's necessary for the law's success.
D.h. in Situationen, in denen die Schuldfrage nicht eindeutig zu klären ist, soll in der Regel der Mann verurteilt werden, um die Zahl der Verurteilungen zu erhöhen. Fehlurteile werden bewußt inkauf genommen und sind nachgerade erwünscht, weil sie den Terror verstärken:
there's the true nightmare scenario: completely false accusations of rape by someone who did offer consent, but now wants to take it back. I don't want to say these kinds of false accusations never happen, because they do happen, and they're awful. But they happen very, very rarely. Sexual assault on college campuses, by contrast, happens constantly.
Hier wird ein Unrecht gegen ein anderes, das ganz anderen Personen widerfährt, aufgerechnet, eine steinzeitliche Sippenhaft-Argumentation. Die Annahmen über Ausmaß des von Vergewaltigungen oder sexuellen Belästigungen basieren auf absurden, vielfach widerlegten Statistiken, während umgekehrt das Ausmaß von Falschanklagen auf der These "Frauen lügen nicht" bzw. sind die moralisch besseren Menschen basiert.

Quellen



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