Feministische Sprachmanipulationen

Inhaltsübersicht

Merksätze

Zu den markantesten Symptomen bzw. "Erfolgen" des Feminismus zählen Deformationen der (deutschen) Sprache. Am auffälligsten sind Gender-Tiefstriche, -Sterne oder Doppelpunkte im Kampf gegen das Standardgenus, das sogenannte "generische Maskulinum". Diese Deformationen werden der Allgemeinheit von Aktivisten in medialen bzw. politischen Machtpositionen aufgedrängt und offiziell damit begründet, andernfalls würden Frauen und sexuelle Minderheiten "unsichtbar gemacht" und dadurch mental geschädigt. Umfragen zufolge werden die Deformationen von der großen Mehrheit der Bevölkerung nicht benutzt oder sogar explizit abgelehnt.

Dimensionen der Debatte um die feministischen Sprachdeformationen

Die Deformationen werden seit Jahrzehnten heftig diskutiert, ohne daß sich die Standpunkte annähern. Dies liegt u.a. daran, daß die Debatten von verschiedenen Perspektiven oder "Dimensionen" aus geführt werden:
  • Linguisten behandeln das Thema aus der Perspektive, welche Bedeutung (Semantik) die Sprache hat und wie diese entsteht bzw. sich entwickelt, speziell die Bedeutung der grammatischen Geschlechter (Genus).
  • Sprachdidaktiker debattieren die Lernschwierigkeiten, die durch die Deformationen entstehen, also die Schädigung von Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist oder die lernbehindert sind.
  • Literaturliebhaber fokussieren auf die Zerstörung des Sprachstils und der Ausdrucksfähigkeit der Sprache, ferner die Entwertung des literarischen Fundus.
  • Soziologen betrachten die Rolle der Sprache als Distinktionsmerkmal und Mittel zur Trennung von sozialen Gruppen.
  • Politologen analysieren die Rolle von Gendersternen und anderen anormalen Sprachfiguren als Propagandainstrument bzw. Machtsymbol, analog zu anderen politischen Symbolen wie Hammer und Zirkel, Halbmond, Hitlergruß usw. Ihre freiwillige Verwendung stellt ein Bekenntnis zur feministischen Ideologie dar bzw. propagiert deren hegemoniale Machtstellung. Ihre erzwungene Verwendung ist eine Unterwerfungsgeste (analog zum Grüßen des Gesslerhuts). Ferner stellen die auffälligen genusbezogenen Deformationen eine Methode des Agenda Setting dar. Durch die mantrahafte Wiederholung wird der Opferstatus von Frauen und sexuellen Minderheiten sozial konstruiert und der Eindruck erzeugt, die Interessen dieser Gruppen seien eines der wichtigsten gesellschaftlichen Probleme.
Die Heterogenität dieser Perspektiven erklärt, warum die einschlägigen Diskussionen meist folgenlos bleiben und seit Jahrzehnten immer wieder von vorne anfangen.

Merksätze

  1. Die Sprachmanipulationen bzw. -Deformationen müssen in erster Linie in der politischen Dimension, also als Propagandainstrument und Machtsymbol verstanden werden. Nicht unzufällig werden Gendersterne weit überwiegend von aktivistischen Personen in politischen oder medialen Machtpositionen propagiert.
  2. Repräsentative Umfragen zeigen eindeutig eine starke bis sehr starke Ablehnung der Genderisierung der Sprache in der Bevölkerung, die Genderisierung der Sprache ist somit nicht demokratisch legitimiert.
  3. Die immer wieder vorgebrachte Behauptung, Frauen seien beim sog. "[generischen] Maskulinum" nicht mitgemeint, ist linguistisch gesehen falsch. In der Umgangssprache wird das sogenannte "Maskulinum" immer verwendet, wenn das Geschlecht unbekannt ist oder keine Rolle spielen soll, also Personen beliebigen Geschlechts gemeint sind. Es ist immer "generisch" und sollte es besser als "Androgynum" oder Standardgenus bezeichnet werden.
  4. Es gibt keinen grammatischen Fall, mit dem man zuverlässig nur männliche Wesen bezeichnen kann. Hierfür müßte man einen speziellen weiteren, explizit männlichen Fall einführen. Um sicher zu sein, muß man explizit das Adjektiv "männlich" (z.B. "männliche Lehrer") voranstellen.
  5. Die Begründungen, Frauen würden durch ein Androgynum mental geschädigt, sind in sich inkonsistent bzw. falsch. Namentlich die Sapir-Whorf-Hypothese ist längst widerlegt.
  6. Die therapeutische Wirksamkeit gegenderter Schreibweisen ist unbewiesen, es bestehen erhebliche Zweifel, ob die davon erhofften Segnungen eintreten.


Übersicht



Arten von Sprachmanipulationen

Seit rund 20 Jahren sind in allen "öffentlichen" Institutionen gegenderte Ausdrucksformen ("Schülerinnen und Schüler") vorgeschrieben. Die ersatzweise Benutzung des sogenannten generischen Maskulinums ist formal verboten oder durch informelle Mechanismen ausgeschlossen. Außerhalb der Bereiche, die dem Staatsfeminismus untergeordnet sind, u.a. in fast allen Pressetexten oder in der Belletristik, werden diese Sprachverformungen nicht akzeptiert, da sie oft zu uneleganten und umständlichen sprachlichen Verrenkungen ("Der oder die Vereinsvorsitzende oder seine oder ihre Stellvertreterin oder sein oder ihr Stellvertreter leitet die Sitzungen.") oder teilweise absurden Vermeidungskonstruktionen ("der stehende zu Fuß Gehende", "der träumende Studierende") führen.

In neuerer Zeit stellen radikalere feministische Strömungen die Forderung auf, bei jeder sprachlichen Gelegenheit Tiefstriche ("Mörder_innen") oder Sternen ("Frauen*", "Vergewaltiger*innen") zu benutzen, die als expliziter Hinweis auf Intersexuelle, Transsexuelle und andere sehr kleine Minderheiten zu verstehen sind. Die Spracheingriffe betreffen hier die elementare Syntax. Es ist nicht klar, wie diese Sonderzeichen auszusprechen sind. Bisher übliche gegenderte Formen wie "Schülerinnen und Schüler" werden strikt abgelehnt, weil sie als heteronormativer Sexismus gelten [heteronormativ = Zwang, sich für eines der Geschlechter männlich bzw. weiblich zu entscheiden].

Von besonders fanatischen Protagonisten werden noch weitergehende Verformungen der Sprache gefordert, z.B. aus-x-en von Wortbestandteilen, die ein Geschlecht oder die Zugehörigkeit zu einer privilegierten, Gruppe andeuten könnten, oder beliebige störende Eingriffe, mit denen offenbar der Leser aus seinem Alltagstrott aufgeweckt werden soll. Die resultierenden Texte sind stellenweise kaum noch lesbar. Paradoxerweise muß man genau wissen, welche Wortteile weggelassen oder durch x oder * ersetzt wurden, um die Texte verstehen oder vorlesen zu können, d.h. die verzerrten Schreibungen sind nicht mehr ohne Kenntnis der normalen Schreibung verstehbar.

Neben Wortverformungen werden in manchen Kreisen auch gängige Sprachmuster verboten, z.B. werden mit dem Indefinitpronomen 'man' gebildete Sätze ("Man spricht deutsch.") als diskriminierende Sprachhandlung geächtet.

Gesprochene Sprache vs. Schriftsprache vs. Denken

Von Sprachmanipulationen betroffen ist überwiegend die Schriftsprache, da hier Abweichungen von ideologischen Dogmen viel leichter nachweisbar sind und schärfer sanktioniert werden. Die gesprochene Sprache ist aber viel wichtiger und grundlegender. Schriftsprache und gesprochene Sprache unterscheiden sich erheblich im Stil und zum Teil auch in der tatsächlich praktizierten Grammatik. Wegen ihrer sprachlichen Ineffizienz und Unaussprechbarkeit sind die Deformationen in der gesprochenen Sprache viel seltener und schlechter durchsetzbar. Seit kurzem versuchen zumindest einige feministische Inhaber von medialen Machtpositionen (z.B. Anke Will), den als Pause gesprochenen Genderstern (auch als Gender-Knacklaut oder Gender-Stottern bezeichnet) durchzusetzen. Selbst da ist unklar, wie man "Frauen*" aussprechen soll (als "Frauen und Frauinnen"?).

Sowohl gesprochene wie geschriebene Sprache repräsentieren, was man denkt. Die feministischen Sprachmanipulationen und die damit verbundene politische Korrektheit zielen letztlich darauf, das Denken der Menschen zu kontrollieren, also sich der feministischen Ideologie und ihren Realitätswahrnehmungen und Wertvorstellungen zu unterwerfen. Das Instrumentarium reicht von

  • Deformationen der elementaren Syntax über das
  • Verbot bestimmter Worte (oder die Umdefinition der Bedeutung von Worten, z.B. Sexismus) bis hin zum
  • Verbot bestimmter Meinungen (Syntax und Semantik der Sprache sind hier nicht betroffen).
Wir konzentrieren uns hier auf die elementare Syntax, die anderen Sprachmanipulationen fallen eher in den Themenbereich politische Propaganda.


Offizielle Begründungen für genus-bezogene Sprachdeformationen

Begründet werden die genus-bezogenen Sprachdeformationen offiziell damit, daß die natürliche Sprache "die Frauen" schädigt bzw. diskriminiert oder sogar die Demokratie bedroht. Worin die Schädigung genau besteht, wird i.d.R. nicht genau angegeben, sondern nur vage angedeutet. Typisch sind drei Thesen bzw. Argumentationsschritte:
  1. Frauen werden bzw. fühlen sich gar nicht oder "nur" mitgemeint, wenn man die übliche Sprechweise, das sog. generische Maskulinum, benutzt.
  2. Die Sprache ist alleinige Ursache dieses Textverständnisses.
  3. Frauen werden dadurch psychisch geschädigt.

1. Frauen fühlen sich "nur mitgemeint"

Tatsächlich werden hier regelmäßig zwei verschiedene Thesen aufgestellt, wie die "maskuline" Form (wenn sie ohne klärenden Kontext benutzt wird) verstanden wird:
  1. Frauen werden gar nicht mitgemeint, werden also ausgeschlossen. Beispielsweise denken Frauen - vor allem feministisch geprägte -, wenn der Begriff "Lehrer" verwendet wird, angeblich nur an männliche Lehrer.
  2. Frauen werden nur mitgemeint. Wenn der Begriff "Lehrer" verwendet wird, denken Frauen angeblich, daß damit primär männliche Lehrer gemeint sind, weibliche Lehrer als Sonderfall oder Ausnahme nur mitgemeint sind.
Als dritte These könnte man hinzufügen, daß in der Alltagssprache, Presse, Literatur usw. unter "Lehrer" stets unterschiedslos männliche und weibliche Lehrer verstanden werden.

Gattungsbegriffe

Diese Uneinigkeit ist nur auf den ersten Blick erstaunlich. Wir befinden uns hier im Themenbereich der Semantik von Sprachen, also der Bedeutung von Texten, hier speziell Bezeichnungen (also Zeichen, Worten usw.), und deren Beziehung ihren Designaten, also dem damit Bezeichneten. Die Schwierigkeiten fangen damit an, daß alleine schon die Syntax von Texten kompliziert und unsystematisch ist und oft nicht verstanden wird. Weiter hängt die Bedeutung von Worten oft von ihrem Kontext ab, und zwar nicht nur dem syntaktischen Kontext, sondern auch der inhaltlichen Verwendung. Beispiel: "Hund" und "Katze". Beide haben, je nach Kontext, zwei verschiedene Bedeutungen:
  • als Bezeichnung für eine Tiergattung, also für alle Exemplare, egal ob männlich oder weiblich; hier abstrahiert man von allen speziellen Merkmalen der Exemplare
  • als Bezeichnung für ein Exemplar, dessen Geschlecht identisch mit dem grammatischen Geschlecht ("Genus") des Worts ist. Ein Kater ist also eine Katze, und eine Hündin ist ein Hund.
Welche der beiden Bedeutungen gemeint ist, erschließt sich nur aus dem Kontext. Wenn man so will, dann ist "Hund" im Sinne der Tiergattung ein generisches Maskulinum, "Katze" im Sinne der Tiergattung ein generisches Femininum. Dies reproduziert aber den entscheidenden Denkfehler beim Begriff "generisch": Der Gattungsbegriff wird mit der Bezeichnung für ein Exemplar verwechselt. Kater werden beim Gattungsbegriff "Katze" nicht neben den weiblichen Katzen nur mitgemeint, sondern direkt gemeint, das biologische Geschlecht interessiert hier gar nicht.

Ein Gattungsbegriff kann als Wort nur ein grammatisches Geschlecht haben. Egal, ob das männlich oder weiblich ist, der Gattungsbegriff bezeichnet immer die ganze Gruppe der Exemplare. Das völlig willkürliche grammatische Geschlecht des Gattungsbegriffs macht keine Aussage über das biologische Geschlecht des oder der Bezeichneten.

Worte wie "Lehrer", "Bürger" oder "Student" haben die gleiche Doppelverwendung wie Hund und Katze: Als Gattungsbegriff und als Bezeichnung eines der biologischen Geschlechter.

Die These, die grammatische männliche Form würde im Prinzip immer nur Männer bezeichnen, ist also linguistisch gesehen völlig unhaltbar, weil es sich bei den beklagten Verwendungen praktisch durchweg um Gattungsbegriffe handelt. Ein männliches Exemplar einer Gattung ist nur dann gemeint, wenn dies aus dem Kontext klar ist ("Der große Arbeiter vorne links ist Leiter der Gruppe.").

Die grammatische männliche Form im Plural bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch immer potentiell Männer und Frauen. Wenn man nur Männer bezeichnen will, dann muß man dies durch den Kontext klären (z.B. "die männlichen Leser sollen ..."), von alleine ist dies nie klar. Anders gesagt sind beim sog. Maskulinum im Plural Männer immer nur mitgemeint, das Maskulinum ist hier immer generisch, es gibt kein nichtgenerisches Maskulinum. Statt des Begriffs Maskulinum ist daher der Begriff Androgynum korrekter (s. Brühlmeier).

Die androgyne Form wird in der Praxis weitaus häufiger gebraucht als eine rein männliche oder weibliche Bezeichnung, sie ist auch von daher der Normalfall. Ein Übersetzer von Deutsch nach Englisch müßte also das Wort "Lehrer" als "teacher" übersetzen, nicht als "male teacher".

Funktions- und Rollenbezeichnungen

Eine ähnliche sprachliche Abstraktion wie Gattungsbezeichnungen leisten Funktions- und Rollenbezeichnungen wie "Mensch", "Person", "Kind", "Mädel", "Mädchen", "Gast", "Mitglied", "Koryphäe", "Leitfigur", "Boss", "Fachkraft", "Jungfrau", "Quasselstrippe", "Lehrling" usw., die genau ein Genus haben (alle 3 Genus kommen vor), die aber trotzdem Personen beliebigen biologischen Geschlechts bezeichnen. Der Aufschrei ist hier geringer - wenn man von sprachlichen Mißbildungen wie "Gästin" oder "Mitgliederinnen" absieht - und i.a. wird hier nicht der Fehler gemacht, Genus und Sexus gleichzusetzen bzw. miteinander zu verwechseln.

2. Die Sprache als alleinige Ursache von Stereotypen

In feministischen Argumentationen wird oft nicht auf den tatsächlichen Sprachgebrauch abgestellt, sondern auf die subjektive, psychologische Wirkung. Wenn also von Lehrern, Verkäufern, Ärzten, LKW-Fahrern oder Maurern die Rede ist, dann wird dies von Durchschnittspersonen angeblich so verstanden, daß damit ausschließlich oder in erster Linie Männer gemeint sind.

Hier wird eine ganz erstaunliche Bewußtseinsspaltung postuliert: die gleichen Personen verstehen diese Worte laufend in der Umgangssprache korrekt als Gattungsbegriff und benutzen sie sogar selber so, sollen aber trotzdem unterbewußt ein davon abweichendes Verständnis haben.

Daß die These vom der unterbewußten männlichen Assoziation nicht haltbar ist, zeigen Gegenbeispiele wie Grundschullehrer, Arzthelfer, Kindergärtner oder Flugbegleiter, bei denen man an Frauen denkt, weil dies in der Realität stark frauendominierte Berufe sind. Mit Verkäufern, Lehrern und anderen gemischt besetzten Berufen assoziiert man gar keine einseitige Geschlechtszugehörigkeit, wie Stereotypforscher (Gabriel (2008), Kennison (2003)) nachgewiesen haben.

Wenn also mit bestimmten Gattungsbezeichnungen unterbewußt das männliche oder weibliche Geschlecht verbunden wird, dann handelt es sich um deskriptive Stereotype. Diese entstehen abhängig von der sozialen Umwelt und den dort beobachtbaren sozialen Verhältnissen. Diese Stereotype können auch nicht durch betont geschlechtsneutrale Formulierungen unterdrückt werden: "Auf der Baustelle waren 5 Maurerinnen und Maurer" wirkt allenfalls lächerlich, weil jeder weiß, daß Maurer praktisch zu 100% Männer sind.

Die feministische Theorie (s.a. Anmerkung 1) unterstellt fälschlich, daß Stereotype durch die Sprache erzeugt werden.

Noch einen Schritt weiter gehen gängige feministische (Erkenntnis-) Theorien, wonach Sprache Wirklichkeit schafft, weil man nur wissen und verstehen kann, was man auch sprachlich formulieren kann. Demzufolge kann man durch Veränderung der Sprache - hier also gendern - auch die Wirklichkeit verändern, eine Grundidee totalitärer Systeme.

Diese Theorien beruhen u.a. auf der Sapir-Whorf-Hypothese, wonach die Art und Weise, wie ein Mensch denkt, stark durch Grammatik und Wortschatz seiner Muttersprache beeinflußt oder bestimmt wird. Offensichtlich kann die gleiche Wirklichkeit in verschiedenen Sprachen anders dargestellt werden, ggf. mit Informationsverlust. Die sprachliche Wiedergabe der Wirklichkeit hängt also von der Sprache ab.

I.w. werden hier Wirklichkeit und Wirklichkeitswahrnehmung (bzw. Meinungen) gleich gesetzt. Die Wirklichkeit selber existiert aber unabhängig von Sprachen und wird nicht von irgendwelchen Merkmalen einzelner parallel existierender Sprachen (z.B. in einer mehrsprachigen Gesellschaft) beeinflußt. Daher ist die These, daß die Sprache die Wirklichkeit schafft und man durch Veränderung der Sprache die Wirklichkeit ändern kann, absurd. Beispielsweise sind weibliche Dachdecker extrem selten und männliche Dachdecker der Normalfall. Diese Wirklichkeit und die entsprechende Wahrnehmung kann durch penetrante Formulierungen wie "Dachdeckerin oder Dachdecker" nicht verändert werden.

3. Das Selbstbewußtsein von Frauen wird geschädigt

Männern ist es ziemlich egal, daß sie beim Maskulinum resp. Androgynum nur mitgemeint sind. Bei Frauen hingegen hat das Gefühl des Nurmitgemeintseins angeblich drastische Konsequenzen: sie fühlen sich "unsichtbar gemacht", von den erwähnten Dingen ausgeschlossen und für nicht fähig gehalten, bestimmte Dinge zu tun, z.B. Dachdecker oder Lehrer zu werden. D.h. es wird unterstellt, daß das Selbstbewußtsein von Frauen wesentlich geschädigt wird. Das genau Ausmaß der psychischen Schädigung bleibt i.d.R. offen. Diese Schäden träten angeblich nicht ein, sofern Frauen ausnahmslos an jeder Stelle, wo dies sprachlich möglich ist, zusätzlich zur androgynen Form durch die rein weibliche Form explizit erwähnt werden.

Indirekte Schädigungen von Frauen

Die flächendeckende Schädigung des Selbstvertrauens der Frauen führt angeblich zu weiteren Folgeschäden. Häufig genannt wird hierzu oft, daß Frauen selten Berufe wählen, in denen sie mehr verdienen und bisher unterrepräsentiert sind, z.B. "Ingenieur". Auch bei solchen indirekten Schädigungen werden i.d.R. nur unheilschwangere Andeutungen gemacht, worin die Schädigung genau besteht und wie sie ausgelöst wird. Ein Kausalzusammenhang, wonach die nicht gegenderte Sprache die oben skizzierten Schäden hervorruft, wird oft nur behauptet und nicht im Detail plausibel begründet. Im Gegenteil bestehen gravierende Zweifel an einem solchen Kausalzusammenhang. Beispielsweise ist die Berufswahl ein langfristiger Prozeß, in dem sehr viele Einflußfaktoren eine Rolle spielen und der bis heute nicht vollständig wissenschaftlich erforscht ist. Es ist kaum denkbar, daß ein einzelner Faktor wie das generische Maskulinum zu einer ausgeprägt einseitigen Berufswahl bzw. zur Wahl "ungünstiger" Berufe führen kann. Derartige Behauptungen sind unbewiesen und reine Spekulation.

Gegenargumenten gegen die Schädigungshypothese

Gegen die Gültigkeit der Theorien spricht u.a., daß die angeblichen schädlichen Folgen des generischen Maskulinums, z.B. die höhere Risikoaversion von Frauen oder das ideologisch unerwünschte Berufswahlverhalten von Frauen, auch in allen Kulturen bzw. Sprachen zu beobachten sind, in denen es gar kein relevantes grammatisches Geschlecht gibt oder wo dieses weitestgehend abgeschafft wurde, die man also als Vergleichsgruppen benutzen müßte. Für die unerwünschten Effekte sind vor allem Vorlieben und oft biologische und soziale Gründe ursächlich.


Gegenderte Sprache und Gendersterne als Propagandainstrument und Machtsymbol

Führende feministische Aktivisten sagen eindeutig: "Sprache ist ein Herrschaftsinstrument." Diese Erkenntnis ist aber nicht neu, sondern gehört zum Grundrepertoire totalitärer Systeme.

Diese Erkenntnis gilt insb. für gegenderte Sprache. Der Symbolcharakter von Genderschreibweisen ist besonders offensichtlich bei Gendersternen, -Tiefstrichen, -Doppelpunkten oder noch radikaleren Sprachdeformationen, die außerhalb der konventionellen Syntax der Schriftsprache oder sogar außerhalb des Zeichensatzes liegen. Derartige unorthographische Konventionen sind Linguisten zufolge soziolinguistische Marker, die die Weltsicht derjenigen vermitteln, die es verwenden. Weniger plakativ, aber kein bißchen weniger als Machtsymbol wirksam sind orthographisch noch korrekte, aber unübliche, auffällige Sprachmuster oder politisch aufgeladene Kampfbegriffe (z.B. "Werktätiger", "Bevölkerungsaustausch", "cis-Männer", "heteronormativ", "Gleichstellung", "zugewiesenes Geschlecht").

Die Verwendung von solchen ideologischen Symbolen stellt wie ein Parteiabzeichen ein Bekenntnis zur jeweiligen Ideologie dar. Gendersterne usw. sind also ein Bekenntnis zum Feminismus, Transaktivismus oder ggf. zur ganzen woken Religion. Ideologische Symbole haben zwei Funktionen:

  • Nach innen: sie sind ein klassisches Instrument der Identitätspolitik, sollen also durch ständige Wiederholung an die Zugehörigkeit zur Ideologie erinnern und die Mitglieder im Sinne einer Gehirnwäsche auf die Ideologie einschwören.
  • Nach außen sind sie ein Machtsymbol, das - analog zu nichtsprachlichen Symbolen wie Nationalflagge, anderen Hoheitszeichen, Hakenkreuz oder Parteiabzeichen - den Machtanspruch einer Ideologie seinen Gegnern gegenüber dokumentieren soll.

    Der Feminismus hat heute eine so hegemoniale mediale und politische Machtposition, daß er große Teile der Bevölkerung und des öffentlichen Lebens gegen deren Willen zwingen kann, trotz der sprachlichen Mängel gegenderte Sprech- und Schreibweisen zu benutzen, Diese erzwungene Benutzung feindlicher Machtsymbole hat eine ähnliche Funktion wie das erzwungene Grüßen des Gesslerhuts oder die Verbeugung vor den Statuen des Diktators Kim Jong Un in Nordkorea (vier Sekunden im 90-Grad-Winkel). Es handelt sich hier also um Unterwerfungsgesten, mit der den Untergebenen das Machtgefälle ständig ins Bewußtsein zurückgerufen werden soll und mit der man den Willen des Gegners brechen will und die nach längerem Druck so stark verinnerlicht werden, daß sie ohne jedes Nachdenken freiwillig ausgeführt werden.

Der machtpolitische Aspekt ist viel wichtiger als der linguistische, didaktische usw. Aspekt (s.o.), um den sich die meisten Debatten seit Jahrzehnten ohne Erfolg drehen. Gendersymbole werden ohnehin praktisch nur unter Nutzung von medialen und/oder politischen Machtpositionen gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt. Aus machtpolitischer Sicht sind die linguistischen Probleme der Gendersymbole irrelevant oder sogar ein Vorteil, weil sie den Symbolcharakter der Gendersymbole besonders klar machen.

Die antidemokratische Funktion von Gendersymbolen

In der Theorie werden in einer Demokratie Interessengegensätze in Debatten verhandelt und führen ggf. zu Gesetzen oder anderen Regelungen. In der Praxis steht man vor dem Problem der endlichen Kapazität der Akteure: aus Zeitgründen kann man nicht über alles diskutieren, sondern nur über Themen mit hoher Priorität. Die Einschätzung der Priorität der Themen und die letztliche Auswahl ist den eigentlichen inhaltlichen Debatten vorgeschaltet, findet i.d.R. außerhalb der demokratischen Debatten statt, ist aber von ganz zentraler Bedeutung: unsichtbar gemachte Probleme werden ohne Sachdebatte zugunsten der bisherigen Profiteure entschieden, bei gehypten Non-Problemen wird implizit entschieden, daß der vorhandene Zustand geändert werden muß, der Debattenraum also verengt.

Gegenderte Sprache ist ein Propagandainstrument, mit dem das Non-Problem des Geschlechterkriegs gehyped wird. Es kann einen ggf. täglich hundertfach begegnen und ist extrem auffällig, insofern also eines der massivsten existierenden Propagandainstrumente. Antje Schrupp, eine der einflußreichsten deutschen Feministinnen, betont den Sinn von gegenderter Sprache: sie soll Sichtbarkeit für die Geschlechterdifferenz erzeugen [2]. Schrupp will auch den Begriff Differenzfeminismus genau in diesem Sinne verstanden wissen.

Der systematische Einsatz dieses Propagandainstruments in den Medien, insb. in den öffentlich-rechtlichen Medien, die zur parteilichen Neutralität verpflichtet sind, stellt eine wesentliche Verzerrung des öffentlichen Debattenraums dar und ist zutiefst undemokratisch: Journalisten in medialen Machtpositionen können ihre private Ideologie unter den Deckmantel der angeblichen Nichtdiskriminierung verbreiten.



Innere Widersprüche

Zweifel an der Gültigkeit der eigenen Theorie, ungegenderte Sprache würde das Selbstbewußtsein von Frauen schädigen, scheinen auch innerhalb des Feminismus weit verbreitet.
  • Bei negativ besetzten Begriffen wird nämlich regelmäßig auf die Anwendung der Theorie verzichtet, also nur die männliche Form des negativ besetzten Begriffes benutzt. Eine Schädigung des männlichen Selbstbewußtseins wird entweder nicht befürchtet - was die Schädigungstheorie widerlegen würde - oder bewußt in Kauf genommen. Letzteres wäre aus Gründen der Gleichbehandlung dann auch Frauen zuzumuten, zumal der Feminismus keine Gelegenheit ausläßt, Männer sprachlich aktiv zu diskreditieren, z.B. als potentielle Vergewaltiger oder Unterdrücker. Im Vergleich dazu scheint das Leid, das durch eine nur implizite Miterwähnung verursacht wird durchaus erträglich. (Es handelt sich hier, wie unschwer erkennbar ist, um ein weiteres Beispiel für den Doublespeak des Feminismus .)
  • Während große Teile des Feminismus auf explizit weiblichen Wortformen (egal ob durch Binnen-I oder Aufzählung) besteht, lehnen andere Strömungen dies als heteronormativ ab und insistieren auf Gendersternen oder noch weitergehenden Verformungen der Sprache, die keine Geschlechtszugehörigkeit mehr erkennen lassen, z.B. durch aus-X-en von Wortbestandteilen ("Profx"), also letztlich einer androgynen Wortform (sofern man sich überhaupt noch verständlich ausdrücken will).

    Völlig widersprüchlich ist, wie das angeblich lebenswichtige Problem gelöst wird, alle Geschlechter sprachlich zu repräsentieren. Androgyne Formen wie "Profx" machen alle Geschlechter unsichtbar (einer der schlimmsten Vorwürfe gegen das Standardgenus, s.a. nächsten Abschnitt). Der Genderstern steht für eine ganze Reihe weiterer Geschlechter (s. Bell (2016)) und macht diese untereinander unsichtbar.



Zweifel an der Wirksamkeit gegenderter Schreibweisen

Selbst wenn man die Theorie, das weibliche Selbstbewußtsein würde durch ein Androgynum bzw. Standardgenus wesentlich geschädigt, als korrekt annimmt, gibt es erhebliche Zweifel, ob die geforderten Maßnahmen wirksam sind.
  1. Schreibweisen mit Gender-Tiefstrichen, -Sternen oder -Doppelpunkten und sogar radikale Deformationen wie "Profx" sind funktional gesehen ein Androgynum bzw. ein Ersatz für das "generische Maskulinum", sind der Theorie zufolge also genauso schädlich, weil sie den Krieg zwischen den Geschlechtern unsichtbar machen. Schlimmer noch, die angeblich männliche Form nimmt den meisten Raum ein, die Frauen werden nur durch ein kleines Anhängsel "..in(nen)" repräsentiert, das als Diminutiv wirkt und die Depressionen bei Frauen verstärkt. (Analog dazu wird von den gleichen Kreisen die Bezeichnung "Flüchtling" wegen des Diminutivs "-ling" strikt abgelehnt.)
  2. Das weibliche Selbstbewußtsein wird nach weiteren feministischen Theorien nicht nur durch die Sprache, sondern durch alle möglichen Alltagserfahrungen ständig geschädigt (Männer sind größer und stärker, verdienen mehr, sind übergriffig etc.). Paradoxerweise setzen die feministischen Kreise, die gegenderte Schreibweisen propagieren, alles daran, den Opferstatus im Bewußtsein von Frauen aufrecht zu erhalten, z.B. durch Hypnosetechniken wie z.B. ständige Triggerwarnungen und durch Förderung einer sehr verengten Weltsicht, die nur noch Dinge wahrnimmt, die man irgendwie als Diskriminierung von Frauen interpretieren kann. Dies ist kaum anders zu erwarten, denn vom Opferstatus der Frauen hängt die allgegenwärtige Frauenförderung, ein Wirtschaftszweig mit mehreren tausend Arbeitsplätzen, ab.
  3. Die meisten verunstaltenden Schreibweisen sind selber eine hochwirksame Hypnosetechnik (Präsupposition) zur Verstärkung des subjektiv empfundenen Opferstatus. Um die Texte verstehen oder vorlesen zu können, muß man nämlich die ursprünglichen, sprachlich eleganteren Textvarianten kennen. Der Unterschied zwischen gegenderter und normaler Schreibweise (bzw. zwischen geschriebener und gesprochener Sprache) muß daher zwangsläufig ständig mental verarbeitet werden. Im Endeffekt sind gegenderte Schreibweise daher ein aufdringlicher Hinweis auf diesen Unterschied, und sie enthalten die kaum kaschierte Botschaft, daß Frauen von der normalen Sprache diskriminiert werden, verstärken also den Opferstatus.
  4. Die gegenderten Schreibweisen sollen das Denken der Menschen (auch der Männer) verändern, um auf diesem Wege die soziale Realität zu verändern. Dies beruht auf der Hypothese in der feministischen Linguistik, daß die Sprache die Realität formt. Diese Hypothese ist hochumstritten und schon insofern offensichtlich falsch, daß viele Aspekte der Realität nicht vom Menschen beeinflußbar oder änderbar sind. Es ist eher umgekehrt so, daß die Sprache die Realität nachbildet (s. z.B. Dewald (2008), Brodkorb (2020)).
Die feministischen Sprachdeformationen sind somit eine der stärksten Indizien für die These, daß der heutige Feminismus keine sozialen Probleme löst, sondern sie konstruiert und verstärkt.


Umfragen und demokratische Legitimierung

Gendersterne oder -Tiefstriche oder der Gender-Aussetzer beim Sprechen waren etwa um das Jahr 2000 herum noch Spinnereien extremer feministischer Randgruppen, die man nicht ernst nahm. Inzwischen werden sie von Feminstinnen wie z.B. Anke Will, die mediale Machtpositionen mit sehr hoher Reichweite besetzen, der Beölkerung aufgezwungen, ebenso in manchen Städten, die progressiv erscheinen möchten.

Die repräsentativen Umfragen zur Genderisierung der Sprache - Auflistung s.u. - zeigen generell eine starke bis sehr starke Ablehnung. Die Fragen variieren etwas, gefragt wird typischerweise nach der allgemeinen Zustimmung, ob man die mehr oder weniger krassen Genderisierungsformen privat benutzt und ob man sie beruflich nutzt bzw. dazu gezwungen wird.

Die Genderisierung der Sprache wird also in der Bevölkerung völlig eindeutig abgelehnt, sie ist in diesem Sinne nicht demokratisch legitimiert. Daß sie gegen den Willen der Bevölkerung insb. mit Unterstützung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk durchgesetzt wird, ist daher eine klassische top-down-Transformation der Gesellschaft, die in diesem Fall von politischen bzw. medialen Eliten ausgeht.

Umfragen der INSA-CONSULERE GmbH

Das Erfurter Institut INSA-CONSULERE GmbH hat mehrfach repräsentative Meinungsumfragen zur deutschen Sprache im Auftrag der Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache durchgeführt. Die Umfrageergebnisse wurden in der Zeitschrift "Deutsche Sprachwelt", die der Verein für Sprachpflege e. V. herausgibt, veröffentlicht.

Nach der zur Zeit aktuellsten Meinungsumfrage 2019/20 ist für 27 % die Geschlechterbetonung "eher wichtig" oder "sehr wichtig", für 62 % "eher unwichtig" oder "sehr unwichtig". 21 % halten eine geschlechterbetonte Sprache für schädlich für die deutsche Sprache.

Umfrage der Infratest-Dimap 2020

Gaschke (2020) berichtet von einer Umfrage, die Infratest-Dimap im Auftrag der "Welt am Sonntag" durchgeführt hat. Demnach halten 56 Prozent der Bevölkerung nichts vom "Gendern", insb. will auch eine mehrheit der Frauen keine Gendersterne.

Umfrage von YouGov 2017

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov führte 2017 im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur eine Umfrage durch, deren Ergebnisse berichten u.a. der Merkur und die FAZ.

Quellen

  1. Mehrheit lehnt geschlechtergerechte Sprache ab. FAZ, 11.09.2017. http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/mehrhe ... 66.html
  2. Umfrage: Mehrheit lehnt geschlechtergerechte Sprache ab. Merkur, 11.09.2017. https://www.merkur.de/politik/umfrage-mehrheit-lehnt-ge ... 27.html
  3. Susanne Gaschke: Mehrheit der Frauen will keine Gendersternchen. Welt, 31.05.2020. https://www.welt.de/politik/deutschland/article20864726 ... ab.html
  4. INSA-Sprachumfrage 2019/20 (Teil 6): Was bedroht die deutsche Sprache? Deutsche Sprachwelt, 31.01.2020. https://deutsche-sprachwelt.de/2020/01/insa-sprachumfra ... prache/
  5. INSA-Sprachumfrage 2019/20 (Teil 7): Gendersterne haben wenige Freunde. Deutsche Sprachwelt, 31.01.2020. https://deutsche-sprachwelt.de/2020/01/insa-sprachumfra ... reunde/


Anmerkungen

[1] Die fehlerhafte Gleichsetzung von deskriptiven Stereotypen und linguistischen Effekten tritt regelmäßig in Anpreisungen von gegenderten Schreibweisen auf. Beipielsweise zitiert Lobin (2018) u.a. Gabriel (2008) und Kennison (2003). Diese beiden angeblichen Belege für linguistische Effekte untersuchen aber "nur" das Vorhandensein von Stereotypen, dazu noch im Englischen, also einer Sprache, bei der nur in wenigen Ausnahmefällen wie actor/actrice männliche und weibliche Wortformen vorhanden sind. Diese und weitere gravierende Argumentationsfehler werden in Scholten (2018) im Detail dargestellt.

[2] Hierwird einmal mehr die alte Analyse von Steven Pinker bestätigt, wonach der (Gender-) Feminismus den Machtkampf zwischen den Männern und den Frauen als das zentrale Problem schlechthin ansieht.



Literatur