- Zusammenfassung
- Die allgemeine blank-slate-Hypothese
- Die blank-slate-Hypothese im Kontext der Geschlechterdebatte
- Bedeutung und Verwendung der blank-slate-Hypothese
- Verbreitung der blank-slate-Hypothese
- Die blank-slate-Hypothese als versteckte Null-Hypothese und andere Diskursstrategien
- Literatur
Die in diesen Definitionen üblicherweise verwendeten Begriffe sind ausgesprochen unscharf und dehnbar. Viele persönliche Merkmale entwickeln sich außerdem erst während oder nach der Pubertät, sind also Ergebnisse langer Entwicklungsprozesse. Wenn man die blank-slate-Hypothese auch bzgl. dieser Merkmale aufrecht erhalten will, muß man zahlreiche Hilfsannahmen machen, z.B. hinsichtlich der Wirkung von Hormonen während der Pubertät. Aufgrund dieser Unschärfen gibt es mehrere Varianten bzw. Konkretisierungen der blank-slate-Hypothese (mehr dazu weiter unten).
Die blank-slate-Hypothese ist ganz offensichtlich falsch, wenn man sie auf einzelne Menschen bezieht, denn die sind offensichtlich von Natur aus sehr verschieden. Die Behauptung der Gleichheit wird daher i.d.R. statistisch verstanden und auf mehr oder weniger willkürlich gewählte Menschengruppen und Gruppenmerkmale bezogen. Die Menschengruppen werden oft anhand von Geschlecht, Ethnizität, Religion oder anderen demographischen Merkmalen gebildet. Beispiele für Gruppenmerkmale sind Durchschnittseinkommen oder Geschlechteranteile. Selbst mit diesen willkürlichen und oft nicht scharf definierten Konkretisierungen ist die blank-slate-Hypothese nicht direkt beweisbar und wird ggf. sogar durch empirische Tatsachen widerlegt.
Die blank-slate-Hypothese ist also eine manchmal explizite, oft nur implizite Tatsachenbehauptung (oder eine Meinung, eine Ansicht), wenn über die Natur des Menschen oder über die Entstehung von sozialen Differenzen zwischen Menschen bzw. Menschengruppen debattiert wird. Beobachtbare Unterschiede zwischen Personen(gruppen) werden dann ausschließlich als Effekt von sozialen Einflüssen angesehen. Die sozialen Einflüsse werden wiederum als willkürlich und ungerecht bewertet, infolgedessen gelten die schlechter Abschneidenden automatisch als Opfer von Diskriminierungen und können Kompensationen verlangen. Die blank-slate-Hypothese ist also vielfach dadurch motiviert, bestimmte politische Forderungen, z.B. Frauenquoten, "sachlich" zu begründen. Bei anderen Gelegenheiten wird sie hingegen "übersehen". In diesem Sinne ist sie ein klassisches Beispiel für sozial konstruiertes "Wissen". Weitere Motive, die blank-slate-Hypothese zu propagieren, werden unten behandelt.
Speziell auf die Geschlechterunterschiede bezogen, um die es hier vor allem geht, ist die blank-slate-Hypothese in vielen einzelnen Punkten wissenschaftlich unhaltbar, speziell man einzelne Persönlichkeitsmerkmale betrachtet und die Unterschiede pauschalisierend verallgemeinert.
Die gegenteilige Hypothese - sofern man überhaupt versucht, sie trotz der Unschärfe der blank-slate-Hypothese zu bilden - lautet, daß die sozialen, psychologischen, intellektuellen und sexuellen Merkmale von Menschen, insb. Intelligenz, sexuelle Attraktion, Temperament, Risikoaversion, teilweise sogar die politische Grundeinstellung, in nicht vernachlässigbarem Umfang biologisch bestimmt sind und nicht beliebig verformt werden können. Man spricht hier auch von biologischen Dispositionen, um auszudrücken, daß ein statistisch signifikanter Einfluß vorhanden ist, nicht hingegen ein Determinismus, der einzelne Details einzelner Personen unwiderruflich bestimmt. Dies ist analog zur Vererblichkeit von Intelligenz: intelligente Eltern haben meist intelligente Kinder, aber nicht zwangsläufig.
Diese beiden gegensätzlichen Hypothesen werden auch als "Natur- vs. Kultur"-Gegensatz (engl. nature vs. nurture) bezeichnet. Diese Frage ist eine der grundlegendsten und meistdiskutierten philosophischen Fragen, die Antwort darauf hat gravierende Konsequenzen für die Wahrnehmung und Interpretation sozialer Phänomene, Moralvorstellungen u.a.m.
Ein fulminante inhaltliche Widerlegung der allgemeinen blank-slate-Hypothese lieferte Pinker (2002).
Um überhaupt Männer und Frauen unterscheiden zu können, muß man aber die Vorstellung aufgeben, sie seien völlig gleich. An dieser Stelle wird stillschweigend auf einen biologischen Geschlechtsbegriff zurückgegriffen (im Gegensatz zur sonst üblichen Ablehnung von biologischen Geschlechtsbegriffen). Man unterscheidet Individuen also anhand ihrer sexualitätsbezogenen biologischen Merkmale, i.d.R. den genetischen Unterschieden. Biologische Sonderformen, z.B. chromosomale Sonderformen, die man nicht ohne weiteres als eine der beiden Hauptkategorien Männer und Frauen klassifizieren kann, bleiben außer Betracht.
Was alles unter diese Generalklausel fällt, also welche Verhaltensweisen noch "reproduktionsbezogen" sind, bleibt meistens offen. Mit einer Schwangerschaft und einer Stillzeit sind direkt eine Vielzahl vor- und nachbereitender oder präventiver Tätigkeiten verbunden, die Möglichkeiten zu Empfängnisverhütung unterscheiden sich erheblich, die Sexualorgane haben jeweils eigene Gesundheitsrisiken bzw. Krankheiten usw. Hinzu kommen viele damit indirekt, aber kausal verbundene weitere Verhaltensdifferenzen.
Die unterschiedlichen direkt reproduktionsbezogenen Funktionen verursachen ferner weitreichende Auswirkungen, die nicht direkt mit der Reproduktion zusammenhängen. Z.B. sind einzelne Männer für das Überleben einer Population unwichtig, daher gilt in praktisch allen Kulturen männliches Leben als weniger wert als weibliches. Erkennbar ist dies daran, daß nur Männer Kriegsdienst leisten und ggf. ihr Leben opfern müssen. Die hier vorliegende generelle Empathielücke durchzieht sehr viele soziale Bereiche. Obwohl dies offensichtlich direkt aus den biologischen Verhältnissen folgt, werden diese Auswirkungen meistens nicht als biologisch verursacht angesehen.
- bei der sexuellen Attraktion,
- bei der sexuellen Identität,
- bei der Libido (sexueller Antrieb),
- bei den Methoden der intrasexuellen Konkurrenz (bzw. allgemeiner bei geschlechtsspezifischen Aggressionsmethoden),
- bei grundlegenden Charaktermerkmalen wie z.B. im Big Five-Modell, das als Hauptmerkmale Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus (Openness, Conscientiousness, Extraversion, Agreeableness, Neuroticism) definiert,
- bei den beruflichen Präferenzen, erkennbar an der beruflichen Segregation von Frauen und Männern.
Vertreter der blank-slate-Hypothese stehen hier vor dem Problem, zu erklären, wie diese ganz erheblichen Verhaltensunterschiede sozial konstruiert werden.
- Der vorausgesetzte Begriff "Geschlecht" bleibt undefiniert. Je nach der Definition kommt es zu Begriffszyklen und Tautologien.
- Es bleibt zunächst unklar, ob die blank-slate-Hypothese auf Individuen oder Kollektive bezogen wird.
- Nach der personenbezogenen
blank-slate-Hypothese sind die bei einer einzelnen
Person vorliegenden Merkmale, u.a. die diversen
intellektuellen Begabungen, die grundlegenden
Persönlichkeitsmerkmale und das biologisch bzw. medizinisch
meßbare geschlechtsbezogene Verhalten, sozial konstruiert.
Unter anderem sozialen Einfluß hätten sie auch anders sein
können.
Bei einer extremen Interpretation von "Konstruktion" könnte
man diese Merkmale bei Bedarf auch nachträglich
ändern, also umkonstruieren. Man könnte z.B. einen
Homosexuellen zu einem Heterosexuellen umerziehen.
Die personenbezogene blank-slate-Hypothese These widerspricht eklatant dem Stand der Wissenschaft in der Biologie und der Psychologie und ist so absurd, daß sie nur selten vertreten wird. Stattdessen wird regelmäßig auf die statistische blank-slate-Hypothese ausgewichen (s.u.), oder die soziale Konstruktion wird auf einen willkürlichen und nur unscharf abgegrenzten Teil der Persönlichkeitsmerkmale eingeschränkt, wodurch sie weitgehend inhaltsleer wird. Beispielsweise behaupten fast alle Vertreter der blank-slate-Hypothese gleichzeitig, bei Homosexuellen sei deren sexuelle Attraktion biologisch determiniert und nicht "heilbar". Die biologisch determinierte sexuelle Attraktion hat aber einen weitreichenden Einfluß auf das Sozialverhalten, dies widerspricht der strengen blank-slate-Hypothese
- Bei der
statistischen blank-slate-Hypothese wird die
prinzipielle Gleichheit auf die Kollektive der Männer
bzw. Frauen bezogen.
Hier wird konzediert, daß im Einzelfall zwar ein
biologischer Einfluß vorhanden ist. Es wird aber
postuliert, daß bei Männern und Frauen als Kohorte
betrachtet eigentlich, also "von Natur aus" und ohne soziale
Einflüsse, die Präferenzen, Verhaltensmuster, sozialen
Geschlechtskategorien etc. statistisch gleichartig
verteilt auftreten.
Beispiele für solche Aussagen sind, daß Männer und Frauen "im Durchschnitt" gleich intelligent, sexuell aktiv, erfolgsorientiert, an Physik interessiert usw. sind. Um Durchschnitte bilden zu können, muß man die komplexen Persönlichkeiten von Individuen auf wenige, willkürlich gewählte numerische Kenngrößen reduzieren. Ebenfalls willkürlich ist, daß man nur Durchschnitte betrachtet, aber nicht die Varianz. Die Metastudie Wierenga (2020) weist empirisch nach, daß Männer als Kollektiv u.a. bei den biologischen Gehirnstrukturen, die wiederum mit vielen intellektuellen Leistungen korrelieren, eine höhere Varianz aufweisen als Frauen. Hieraus folgt direkt die bekannte Überrepräsentation von Männern in den Extrembereichen.
Im Endeffekt wird die statistische blank-slate-Hypothese in der Praxis durch willkürlich gewählte Kenngrößen konkretisiert, sie ist unbewiesen und aus Aufwandsgründen praktisch nicht beweisbar, und sie ist in ihrer Pauschalität falsch.
In der Regel wählen Vertreter der blank-slate-Hypothese ohne explizite Begründung oder Benennung den biologischen Geschlechtsbegriff mit den beiden Klassifizierungen als Mann oder Frau. Die weiteren Geschlechter, deren Wichtigkeit sonst unablässig betont wird, bleiben auf einmal unsichtbar (vermutlich mit Absicht, denn deren Berücksichtigung würde die Unhaltbarkeit der blank-slate-Hypothese noch deutlicher machen), noch nicht einmal Intersexuelle werden erwähnt. Dieser Bezug auf den biologischen Geschlechtsbegriff ist üblich in der ganzen Debatte.
Dies steht in bemerkenswertem Widerspruch zu gängigen feministischen Thesen, wonach alle Geschlechtsbegriffe, auch die biologischen, sozial konstruiert sind. Soziale Konstruktionen müssen sich aber immer an sozial beobachtbaren Informationen orientieren, der Mensch kann mit bloßem Auge keine Chromosomen erkennen und z.B. chromosomale Geschlechter unterscheiden. Hier läuft man sehr leicht in eine tautologische Begriffsdefinition, indem man sekundäre oder tertiäre Geschlechtsmerkmale, in deren Kontext sich das Verhalten von Männern und Frauen unterscheidet, benutzt, um die Kollektive der Männer bzw. Frauen zu bilden, um danach überrascht festzustellen, daß sich die beiden Kollektive statistisch im Verhalten unterscheiden.
Die personenbezogene blank-slate-Hypothese ist unvereinbar mit einer Vielzahl von Forschungsergebnissen in der Verhaltensbiologie (Zwillingsforschung, Vererblichkeiten von Talenten usw.). Die statistische blank-slate-Hypothese ist unvereinbar damit, daß Geschlechterdifferenzen bei vielen Verhaltensformen (z.B. berufliche Segregation) in besonders egalitären Gesellschaften besonders ausgeprägt sind und daß zahllose, über Jahrzehnte durchgeführte Gleichstellungsmaßnahmen erfolglos waren.
Steven Pinker (2002) stellt den Forschungsstand um die Jahrtausendwende dazu sehr umfangreich dar. Eine sehr breite Übersicht über den Forschungsstand mit rund 400 Referenzen liefert Susan Pinker (2008). Noch massiver fällt die Kritik mehrerer Biologen an der blank-slate-Hypothese aus.
Sammlungen von Gegenargumenten finden sich ferner hier, hier, hier, hier
Um die Suprematie-Hypothesen widerlegen zu können, wird die blank-slate-Hypothese vielfach als logisches Gegenteil der Suprematie-Hypothesen angesehen. Weil beide Hypothesen sehr unpräzise sind und auf vielen versteckten Annahmen basieren, ist in Wirklichkeit unklar, ob sie das logische Gegenteil voneinander sind und ob eine die andere widerlegt. Die Annahme des logischen Gegenteils ist also nicht haltbar, sie ist aber trotzdem üblich. Unter dieser Annahme wird die Ablehnung der blank-slate-Hypothese äquivalent zur Zustimmung zu den Suprematie-Hypothesen angesehen. Letzteres ist hochgradig tabuisiert, damit auch die Ablehnung der blank-slate-Hypothese. Die blank-slate-Hypothese hat daher vielfach den Status eines Dogmas, das ähnlich wie religiöse Dogmen nicht hinterfragt werden darf. Alleine das Verlangen eines Beweises der blank-slate-Hypothese wird oft scharf geahndet. In Debatten wird sie oft als versteckte Null-Hypothese vorausgesetzt.
An dieser Stelle ist es wichtig, sich klarzumachen, daß die extrem negative Beurteilung von sozialen Ungleichheiten in egalitären Ideologien ein völlig willkürliches moralisches Werturteil ist (Liberale und Konservative sehen soziale Ungleichheiten in weiten Bereichen als Ausdruck des freien Willens und als unproblematisch an).
Wenn die blank-slate-Hypothese nicht gilt, wenn also relevante biologische Unterschiede angenommen werden, dann treten auch in einer "diskriminierungsfreien" Gesellschaft wegen der biologischen Differenzen soziale Unterschiede auf. Da man diese aber prinzipiell nicht akzeptiert, kann man auch die Annahme relevanter biologischer Unterschiede nicht akzeptieren und muß die blank-slate-Hypothese vertreten. Die Vehemenz, mit der die blank-slate-Hypothese vertreten wird und ihre "Leugner" bekämpft werden, kann man also auf die moralischen Werte egalitärer Ideologien zurückführen.
Offensichtlich ist es hochgradig wissenschaftsfeindlich, aus moralischen Standpunkten abzuleiten, welche biologischen bzw. psychologischen Erkenntnisse zulässig bzw. politisch korrekt sind.
Wenn man die blank-slate-Hypothese unterstellt, steht man vor dem Problem zu erklären, wieso sich Männer und Frauen nachhaltig und über Generationen hinweg geschlechtstypisch verhalten, und zwar gerade in egalitären Gesellschaften, obwohl diese fast keinen Druck in Richtung geschlechtstypischem Verhalten ausüben (s. Literatur zu Geschlechterunterschieden in feministischen Kulturen). Eine vielzitierte, zentrale Publikation, in der dieses scheinbare Paradox erklärt wird, ist "Doing Gender" (West (1987)). Diese Publikation postuliert, daß Geschlechtsmerkmale alleine durch Kopieren von Verhalten weitergegeben werden, also durch einen sozialen Prozeß erzeugt und dann immer wieder reproduziert werden. Diese These ist empirisch nicht haltbar und in zahllosen Gegendarstellungen widerlegt worden, eine der bekanntesten ist Steven Pinker's "The Blank Slate". "Doing Gender" wird laut Google Scholar in über 15000 Publikationen zitiert, war und ist also extrem einflußreich. Stern (2016) analysierte eine Stichprobe von 20 dieser Publikationen aus dem Zeitraum 2004 - 2014, die von bekannteren Autoren stammen und die ihrerseits oft zitiert wurden. Von diesen erwähnt nur eine einzige die vehemente Kritik an der blank-slate-Hypothese, alle anderen bestätigen die These explizit oder übernehmen sie kritiklos. Stern kommt zum Fazit:
findings [of my investigation] are consistent with an image of gender sociology as a subfield that has insulated its sacred beliefs from important scientific challenges.Hier wird deutlich: die Gender Studies leben in einer Filterblase, in der man die eigenen Dogmen vor allen dagegensprechenden Erkenntnissen schützt.
- Man verlangt man von Kritikern, das Gegenteil der blank-slate-Hypothese zu beweisen. Man kann das Gegenteil, also einen relevanten Einfluß biologischer Dispositionen, nicht formal beweisen, sondern nur Indizien dafür vorlegen. Daß kein Beweis des Gegenteils möglich ist, wird dann als Beweis der blank-slate-Hypothese gewertet - dies ist indes ein krasser Fehlschluß.
- Man beschimpft Kritiker der blank-slate-Hypothese als Frauenhasser, Nazis, Suprematisten usw., kündigt den Arbeitsplatz (z.B. im Fall Damore) oder vernichtet sie sozial. Extrem linke Kreise arbeiten mit physischer Gewalt, Vortragsstörungen, Sachbeschädigungen und anderen Straftaten.
- Vorausgesetzt wird die statistische blank-slate-Hypothese: "von Natur aus" haben Frauen statistisch die gleichen Interessen, Talente usw. wie Männer.
- Daraus folgt, daß sich überall 50% Geschlechterquoten, gleiche Durchschnittslöhne etc. ergeben, die Geschlechterunterschiede sind also "von Natur aus" statistisch null.
- Soziale Ungleichheiten beweisen daher die Existenz von Diskriminierungen, die nicht "von Natur aus" vorhanden, sondern sozial konstruiert sind.
- Diskriminierungen sind schlecht und verändern eine Gesellschaft zum schlechteren (daher richten sich Interventionen immer gegen solche Diskriminierungen, z.B. schädliche Geschlechter-Stereotype).
Eine Variante der Strategie, die unterstellte blank-slate-Hypothese gar nicht zu beweisen, besteht darin, schwache bis unhaltbare Argumente als Beweis zu präsentieren, ein Beispiel hierzu zeigt Clegg (2017).
- Allgemeinverständliche Übersichten
- Bücher
- Geschlechterunterschiede in feministischen Kulturen
- Sonstige Quellen
- David P Schmitt: How Big are Psychological Sex Differences? Psychology Today, 08.02.2015. https://www.psychologytoday.com/blog/sexual-personaliti ... erences
- Michael Clegg: Sex and the Seductions of Social Explanation. Quillette, 15.10.2017. https://quillette.com/2017/10/15/sex-seductions-social-explanation/
- Zusammenstellung der wichtigsten Belege für die biologische Begründung der Geschlechterunterschiede aus Pinker (2002): http://allesevolution.wordpress.com/2011/06/15/steven-p ... frauen/
- Zusammenstellung von ca. 50 Originalquellen mit biologischen Begründungen zu Geschlechterunterschieden: http://allesevolution.wordpress.com/2013/05/08/ubersich ... hieden/
- David C. Geary: Male, Female: The Evolution of Human Sex Differences, Second Edition. APA Books, ISBN 978-1-4338-0682-7, 01.11.2009. https://www.apa.org/pubs/books/4318066
- Steven Pinker: The Blank Slate: The Modern Denial of Human Nature. Penguin Books, 528 S., ISBN 978-0142003343, 2002. https://www.amazon.de/The-Blank-Slate-Modern-Denial/dp/0142003344, s.a. Leseliste: Steven Pinker: "The Blank Slate"
- Susan Pinker: Das Geschlechterparadox. Über begabte Mädchen,
schwierige Jungs und den wahren Unterschied zwischen
Männern und Frauen (Originaltitel: The Sexual Paradox.
Extreme Men, Gifted Women and the Real Gender Gap). DVA, 2008.
Aufbereitung und Verdichtung von rund 400 wissenschaflichen Originalpublikationen mit dem Gesamtresümee, daß Männer und Frauen signifikant verschiedene Talentverteilungen haben und biologische Dispositionen eine wesentliche Ursache des unterschiedlichen Sozialverhaltens sind.
- Erik Bihagen, Tally Katz-Gerro: Culture consumption in Sweden: The stability of gender differences. Poetics, 06.2000. https://www.researchgate.net/publication/223529887_Cult ... erences
- Paul Costa, Antonio Terracciano, Robert R. McCrae: Gender Differences in Personality Traits Across Cultures: Robust and Surprising Findings. Journal of Personality and Social Psychology Vol. 81, p.322-31. 10.1037//0022-3514.81.2.322, 09.2001. https://www.researchgate.net/publication/11825676_Gende ... indings
- David P. Schmitt, Anu Realo, Martin Voracek, Jüri Allik: Why Can't a Man Be More Like a Woman? Sex Differences in Big Five Personality Traits Across 55 Cultures. Journal of Personality and Social Psychology 94:1, p.168-182, 2008. https://www.bradley.edu/dotAsset/165918.pdf
-
David P. Schmitt, Audrey E. Long, Allante
McPhearson, Kirby O'Brien, Brooke Remmert, Seema H.
Shah: Personality and gender differences in global
perspective. International Journal of Psychology 52:S1, Dec. 2017,
p.45-56, DOI 10.1002/ijop.12265, 21.03.2016. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ijop.12265/full
Empirically, evidence suggests gender differences in most aspects of personality-Big Five traits, Dark Triad traits, self-esteem, subjective well-being, depression and values-are conspicuously larger in cultures with more egalitarian gender roles, gender socialization and sociopolitical gender equity. Similar patterns are evident when examining objectively measured attributes such as tested cognitive abilities and physical traits such as height and blood pressure. Social role theory appears inadequate for explaining some of the observed cultural variations in men's and women's personalities.
- Charlotta Stern: Undoing Insularity: A Small Study of Gender Sociology's Big Problem. Econ Journal Watch 13(3), p.452-466, 09.2016. https://econjwatch.org/file_download/943/SternSept2016.pdf
- Candace West, Don H. Zimmerman: Doing Gender. Gender & Society 1, S.125-151, 06.1987. https://links.jstor.org/sici?sici=0891-2432%28198706%29 ... O%3B2-W
- Lara M. Wierenga, et al.: Greater male than female variability in regional brain structure across the lifespan. Human Brain Mapping, DOI 10.1002/hbm.25204, 12.10.2020. https://onlinelibrary.wiley.com/toc/10970193/0/0