Zur Zeit schwappt eine Welle der Empörung durch
grün/feministische Kreise, weil ein Mann (Hubert Ulrich) es
gewagt hat, für ein politisches Spitzenamt zu kandidieren
und die Wahl auch noch zu gewinnen und anzunehmen. Genauer
gesagt ging es um Platz eins der Landesliste der Grünen im Saarland bei der
Bundestagswahl.
Wenn man sich ein wenig mit den Grünen und der
Geschlechterthematik auskennt, kann einen der Vorfall nicht
überraschen, er ist im Gegenteil nachgerade zwangsläufig: In
ihrem Frauenstatut
realisieren die Grünen schon seit über 30 Jahren ein
effektives Matriarchat, das Frauen (genauer gesagt Frauen*)
alle Spitzenplätze auf Wahllisten und weitere Privilegien
zuteilt. Das Frauenstatut ist eklatant verfassungswidrig. Personen aufgrund ihrer
biologischen Merkmale zu Menschen zweiter Klasse zu machen,
gilt üblicherweise als Rassismus:
Inhalt
Donnerstag, 24. Juni 2021
Freitag, 26. März 2021
"Offene Transsexualität" und das Offenbarungsverbot
Seit einigen Tagen laufen diverse Berichte über die Ernennung von Rachel Levine zum
stellvertretenden Staatssekretär für Gesundheit in den USA
über die Ticker. Die Washington Post titelt euphorisch:
"Rachel Levine, historic transgender nominee, confirmed
as assistant health secretary" angesichts der
historischen Tragweite des Vorgangs und berichtet:
The Senate on Wednesday voted 52 to 48 to confirm Rachel Levine as the nation's assistant secretary for health, making her the highest-ranking openly transgender official in U.S. history.Nominiert wurde Levine schon im Januar vom derzeit weltweit mächtigsten Trans-Aktivisten, Joe Biden. Der Senat hat diese Nominierung jetzt bestätigt. Daß sich Prominente als transsexuell(1) outen, ist auch schon früher vereinzelt vorgekommen. Die Jubelrufe im Fall Levine deuten aber darauf hin, daß jetzt "offene Transsexualität" als ein neuer Hype bzw. eine neue Stufe der Emanzipation angestrebt wird, ähnlich wie offene Homosexualität. Diese scheinbare Analogie übersieht aber, daß "offene Transsexualität" das Konzept der Transsexualität grundsätzlich negiert und ein Widerspruch in sich ist. Man ahnt ferner Böses hinsichtlich der von den Grünen und von Trans-Aktivisten angestrebten Verschärfung des Offenbarungsverbots.
Montag, 8. März 2021
Frauenrechte
Frau Baerbock beklagt die fehlende Gleichberechtigung und
Frauenrechte:
Wenn die Hälfte d Bevölkerung nicht gleichberechtigt beteiligt, repräsentiert + bezahlt wird, ist die Demokratie nicht vollkommen. Frauenrechte sind der Gradmesser für liberale Demokratien. Es braucht eine Politik, die Strukturen verändert. #Frauentag - Annalena Baerbock (@ABaerbock) 7:03 nachm. · 6. März 2021Wo sie recht hat, hat sie recht. Frauenrechte, die Frauen rechtliche Privilegien verschaffen, sind wirklich ein Problem, das ist eine regelrechte Plage. Es sind so viele, man überblickt es kaum noch. Die Sonderrechte im Grundgesetz und in den Bundesgesetzen kann man noch einigermaßen auflisten (Listen s.u.), in den Ländergesetzen schafft man das kaum noch, nicht zu reden von Sonderrechten von Frauen wie dem Professorinnenprogramm, die ohne gesetzliche Grundlage in eigener Machtvollkommenheit einzelner Ministerien durchgeführt werden.
Samstag, 6. März 2021
Das ZDF, die Gender-Pay-Gap-Lüge und Doña Quixote
Einer der wichtigsten feministischen Feiertage steht vor der
Tür, der Equal Pay (bzw. Propaganda) Day. Der EPD fällt
dieses Jahr auf den 10. März. Schon seit einigen Tagen
laufen sich einige feministische Medien warm und
präsentieren die schon 100e Male gehörten und doppelt so oft
widerlegten "feministischen Fakten" zu diesem Thema.
Schon Orwell wußte um den Wert einer Haß-Woche,
wenn es darum geht, die eigenen Anhänger zu Höchstleistungen
gegen den Feind zu motivieren.
Donnerstag, 25. Februar 2021
Weibliche Suprematie im Ersten Programm
Feministische Propaganda und davon inspiriertes
Männerbashing ist bekanntlich guter Brauch im ÖRR, gerne
auch mit intellektuellem Anstrich, weil Qualitätsmedium.
Womit wir bei Titel, Thesen, Temperamente, nach eigener Einschätzung
der Kultur-Marke der ARD, wären. Noch vor wenigen Wochen
fiel ttt wegen feministischem Agenda Setting unangenehm auf. Die
letzte Ausgabe vom 21.02.2021 glänzt zur Abwechslung mit
einem Beitrag, der eigentlich nur alte feministische
Hypothesen von einer weiblichen Suprematie wiederbelebt,
begleitend ein pseudo-wissenschaftlich verbrämtes
Männer-Bashing abliefert und ansonsten vor allem Werbung
für feministische Bücher macht.
Sonntag, 31. Januar 2021
Über die Sinnlosigkeit der Aussage "Eine Transfrau ist eine Frau"
Harry G. Frankfurts legendärer Essay "On Bullshit" identifizierte
eine bestimmte Kategorie von Debattenbeiträgen, die die
Sachdebatte vernebeln und Konfusion erzeugen, die falsch
oder unsinnig sind, aber nicht unbedingt eine Lüge, weil der
Autor selber nicht versteht, was er sagt. Frankfurts
Definitionen von Bullshit treffen weitgehend auf das in der
Geschlechterdebatte sehr häufige Argument "Eine Transfrau
ist eine Frau" (ebenso auf die männlichen Variante und
die Pluralformen) zu. Dieser Schlachtruf wird regelmäßig mit
größter Inbrunst vorgetragen. Er hat gerade eine
Sonderkonjunktur auf Twitter, nachdem Joe Biden vor ein paar
Tagen Transsexuelle zur neuen Königsklasse der Opferstatushierarchie
erklärt hat und zum weltweit wichtigsten Transaktivisten
geworden ist.
Der Schlachtruf ist nur scheinbar korrekt, man kann ihn als
sinnfrei, Nonsense oder Unfug bezeichnen, weil er rein
sprachlich betrachtet einen sehr gut versteckten, aber
entscheidenden Kategorienfehler enthält.
Dienstag, 26. Januar 2021
Joe Bidens wokes Come Out
Im Rahmen des Freudentaumels über die Inthronisation von Joe
Biden als POTUS scheint bisher übersehen worden zu sein, daß
er nur Stunden später und noch am Tag 1 erste
Wahlversprechen umsetzte, die weitreichende Auswirkungen
haben dürften. Das Weiße Haus verkündete zwei "Executive
Orders" (Erlasse):
- Joseph R. Biden: Executive Order On Advancing Racial Equity and Support for Underserved Communities Through the Federal Government. The White House, 20.01.2021. https://www.whitehouse.gov/briefing-room/presidential-a ... rnment/
Freitag, 15. Januar 2021
ttt - täuschen, tricksen, theatralisieren: Agenda Setting im ÖRR
In Folge 3 der
Winterschule "Mediendemokratie" war mehrfach von "Agenda
Setting" durch die Medien die Rede, ferner davon, daß man in
den Talkshows und Magazinen eher selten durch objektive
Falschaussagen täuscht, sondern mehr durch Weglassen
relevanter Informationen und Einladen der "richtigen"
Experten bzw. Zeugen. Damit beides nicht so abstrakt und
trocken bleibt, scheint ein Beispiel sinnvoll. Man muß im
ÖRR nicht lange danach suchen, vor ein paar Tagen gab es mal
wieder ein Musterbeispiel, das Video Toxische Männlichkeit und
Frauenhass von ttt im Ersten Programm der
ARD, also an prominenter Stelle. Das Video betreibt
knallhartes Agenda Setting, zentrale Aussagen sind objektiv
falsch oder irreführend, und es wird versucht, zwei
Radikalfeministinnen mit stark verzerrter
Realitätswahrnehmung als Experten aufzubauen - Politik
funktioniert heute weniger über Sachargumente und mehr über
Experten, deren Glaubwürdigkeit medial konstituiert wird.
Sonntag, 10. Januar 2021
Winterschule "Mediendemokratie", Folge 6: Der mediatisierte Staatsbürger
Die vorige Folge unserer Winterschule "Mediendemokratie" enthielt viel
Journalistenschelte. Zwecks ausgleichender Gerechtigkeit
werden in dieser Folge die Medienkonsumenten kritisiert,
also der eigentliche Souverän
der Demokratie, auch bekannt als Staatsvolk.
Demokratie unterstellt vom Grundgedanken her aktive
Staatsbürger, die sich in die die Debatten einbringen.
Unsere Volksvertreter klagen indes regelmäßig über das
Desinteresse dieser Bürger an der Politik, erkennbar an
geringer Wahlbeteiligung und sinkenden Mitgliedszahlen in
den Parteien. Das gemeine Volk interessiert sich eben mehr
für solche Fragen wie Wer wird Millionär oder
Welcher Fußballclub wird Herbstmeister? Die Dominanz
solcher eher unpolitischen Interessen scheint eine Art
Naturkonstante zu sein, denn schon im alten Rom wußten die
Herrscher, nur eines ist wichtig, Brot und Spiele. So gesehen sind die heutigen Polit-Talkshows eigentlich nur die
Gladiatorenkämpfe des Medienzeitalters: es gewinnt, wer die
kernigsten Sprüche aufsagt, die anderen am meisten
unterbricht und am besten geschminkt ist.
Donnerstag, 7. Januar 2021
Winterschule "Mediendemokratie", Folge 5: Journalisten
Journalisten sind schon etliche Male in den vorigen Folgen
der Winterschule
"Mediendemokratie" erwähnt worden, vor allem als
Mitglieder der Machteliten. Wir wollen hier natürlich keinen
"Gipfel-Fehlschluß"
[1] begehen, d.h. es ist nicht ganz klar, ob alle
Politik-Journalisten so viel Macht und Einfluß haben und
diese Macht skrupellos für eine eigene politische Agenda
einsetzen.
Dienstag, 5. Januar 2021
Der Caliphate-Skandal der New York Times
Eigentlich wäre heute die nächste Folge der Winterschule
"Mediendemokratie" fällig.
Stattdessen pausieren wir und berichten von einem Skandal
bei der New York Times. Er ist ein sehr gutes Beispiel für
die Veränderungen bei der New York Times, von denen
eher abstrakt unter Punkt d
(Rothstein-Bericht) in der letzten Folge ist die
Rede war. Der Skandal hat auch alle Chancen, bei den aktuell
fälligen Jahresrückschauen einen Platz beim Thema
Medienskandale zu bekommen.
Sonntag, 3. Januar 2021
Winterschule "Mediendemokratie", Folge 4: Machteliten
Der Begriff "Mediokratie", den wir in der vorigen Folge der
Winterschule
"Mediendemokratie" eingeführt hatten, soll die
Verwobenheit und gegenseitige Abhängigkeit des politischen
Systems und des Mediensystems zum Ausdruck bringen. Genau
genommen betrifft das nur das "Spitzenpersonal" der
jeweiligen Systeme, womit wir beim Begriff Elite wären.
Neben der Medienelite und der politischen Elite gibt es
weitere Eliten, z.B. Kunst-, Sport-, Wissenschafts- und
weitere Funktionseliten - also Personen, die
Spitzenleistungen auf bestimmten Gebieten erbringen. Die
interessieren uns hier nicht, weil sie i.a. keine
gesellschaftliche Macht haben. Fallweise sehr viel Macht hat
wiederum der "Geldadel", also die ökonomische bzw.
finanzielle Elite.
Freitag, 1. Januar 2021
Winterschule "Mediendemokratie", Folge 3: Mediokratie
In der vorigen
Folge der Winterschule
"Mediendemokratie" hatten wir die demokratische
Teilhabe vom Standpunkt eines Individuums aus betrachtet und
waren von dessen unbestreitbaren quantitativen und
qualitativen Beschränkungen ausgegangen. In dieser Folge
verschieben wir den Betrachtungsstandpunkt weg vom "mündigen
Bürger" und hin zu den Akteuren in den Medien und in der
Politik.
Der Begriff "Mediokratie" im Titel stammt von dem
Politikwissenschaftler Thomas Meyer. Er soll ausdrücken, daß die medialen und
politischen Systeme untrennbar verwoben sind. Ein zentraler
Aspekt hierbei
ist die Beobachtung, daß Politiker die Massenmedien
benötigen, um ihre politischen Konzepte dem Publikum
unterbreiten und rechtfertigen zu können und sich dabei den
Funktionslogiken der Massenmedien unterwerfen
Mittwoch, 30. Dezember 2020
Winterschule "Mediendemokratie", Folge 2: Die sekundär erfahrene Wirklichkeit und die Macht der Bilder
Im Mittelpunkt dieser Folge der Winterschule
"Mediendemokratie" stehen Walter Lippmann (23.9.1889
- 14.12.1974) und sein wichtigstes Buch "Public opinion" ("Die öffentliche
Meinung"), das 1922 publiziert und zu einem extrem
einflußreichen Klassiker wurde.
Lippmann analysiert darin die Bedingungen, wie private
politische Meinungen und damit auch die öffentliche Meinung
entstehen und wie diese mit medialer Propaganda manipuliert
werden können. Er beschreibt, wie Menschen durch imaginative
Bilder (heute würde man ggf. eher von Narrativen sprechen)
beeinflusst und gesteuert werden können.
Montag, 28. Dezember 2020
Winterschule "Mediendemokratie", Folge 1: Die Wissenschaft der Meinungsmache
Ziel der ersten Folge der Winterschule "Mediendemokratie" ist,
die Möglichkeiten, den Umfang und die Gefährlichkeit von
politischer Propaganda zu begreifen, ihre historischen
Wurzeln und erste Beispiele für Propagandatechniken und die
zentrale Rolle der Massenmedien kennenzulernen.
Winterschule "Mediendemokratie"
Schon wieder Lock-down, und die Corona-Sondersendungen
hängen einem zum Halse heraus. Selbst die regelmäßigen
Aufreger um die Cancel Culture sind irgendwann - naja,
regelmäßig. Anstatt jetzt verzweifelt auf den nächsten
Aufreger des Tages zu warten, machen wir hier etwas
diametral entgegengesetztes: Da wir dank Lock-down mehr Zeit
haben, können wir sie nutzen, um gründlicher über wirklich
wichtige Themen nachzudenken. Themen, die nicht nächste
Woche schon wieder vergessen sind, weil sie von der nächsten
Sensation verdrängt wurden.
Samstag, 19. Dezember 2020
Sensibles Canceln und akkreditierte Vulnerabilität
Wenn demnächst politische Jahresrückblicke geschrieben
werden, hat Thema Cancel Culture oder allgemeiner
Meinungsfreiheit gute Chancen, erwähnt zu werden. Es brodelt
schon länger, der offene Brief im Harper's Magazine
war ein weltweiter Paukenschlag, das IDW Europe
gründete sich, Herr Kubicki schrieb ein Buch über Meinungsunfreiheit und in
etlichen Diskussionsrunden unterhielten sich Mitglieder der
medialen bzw. politischen Elite, die unter sich ausmachen,
was gerade "die öffentliche Meinung" ist, darüber, warum
mediale Habenichtse wie ich z.B. den Eindruck haben, keine
Stimme zu haben und die eigene Meinung gecancelt zu sehen.
So auch vor einigen Tagen auf Phoenix eine Runde von 5 Prominenten.
Samstag, 12. Dezember 2020
Der Fall Keira Bell
In Großbritannien ist vor einigen Tagen ein wegweisendes
höchstrichterliches Urteil dazu ergangen, ob Minderjährige
faktisch mit einer Eigendiagnose feststellen können, eine
Geschlechtsidentitätsstörung ("gender dysphoria") zu haben
bzw. transident (transsexuell) zu sein und auf dieser Basis
veranlassen können, Pubertätsblocker und später fast
automatisch eine geschlechtstransformierende Behandlung zu
bekommen. Das Urteil hat diese bisher übliche und immer
häufiger werdende Praxis scharf gerügt und unter den
Vorbehalt einer richterlichen Erlaubnis gestellt, also mehr
oder weniger verboten.
Dieses Urteil ist diametral entgegengesetzt zu Bestrebungen
von B90/Grüne und anderen Feministen hierzulande, die
sexuelle Identität als Diskriminierungsmerkmal in Art. 3 GG
zu ergänzen und schon
14-Jährigen das Recht zu garantieren, ihren
Personenstand gemäß ihrer verspürten sexuellen Identität
autonom bestimmen zu können. Der Begriff Geschlecht im
Grundgesetz bezog sich bisher auf das biologische
Geschlecht, er würde faktisch ersetzt werden durch einen
Geschlechtsbegriff, der sich auf eine eher unklar definierte
sexuelle Identität bezieht.
Freitag, 4. Dezember 2020
Die Angst des Anlegers vor der Quotenfrau
"Die CSU ist kaum wiederzuerkennen", twitterte
kürzlich Marc Felix Serrao von der NZZ, nachdem
Generalsekretär Markus Blume in einem Interview die
Frauenquote in Unternehmensvorständen für "urkonservativ"
erklärt hatte. Die CSU entsorgt offensichtlich gerade die
letzten Reste von Verfassungstreue, um sich als Partner
einer künftigen Koalition mit den Grünen fit zu machen.
Jedenfalls muß man wohl davon ausgehen, daß in absehbarer
Zeit einige 100 männliche Köpfe in den Vorständen deutscher
Unternehmen rollen und durch weibliche ersetzt werden. Die
jahrzehntelange Lobbyarbeit des FIDAR e.V,, den dort vereinten
Elitefrauen zu angemessenen Arbeitsplätzen zu verhelfen,
trägt also endlich Früchte. Grund genug, sich als Anleger zu
fragen, was dies wohl für die Börsenkurse bzw. allgemeiner
die Performance der betroffenen ideologisch zwangsbekehrten
Unternehmen bedeutet. Leider nichts Gutes.
Sonntag, 25. Oktober 2020
Igor Levits Buschtrommel
Die Süddeutsche lese ich wegen ihrer notorischen feministischen
Propaganda normalerweise nicht, wenn sie aber einmal
etwas Interessantes publiziert, soll man es auch anerkennen.
So mein Eindruck vor einigen Tagen bei der Lektüre von
Mauró (2020), bevor
dieser Text einigen Aufruhr im Blätterwald verursachte.
Mauró kritisiert den Pianisten Igor Levit in
musikalischer Hinsicht, dies kann und will ich nicht
kommentieren (ich habe eine Allergie gegen klassische Musik
und halte mich davon genauso fern wie von militärischer
Marschmusik).
Viel wichtiger als die Musikkritik fand ich die deutliche
Kritik daran, daß ein Künstler seinen Ruhm, sprich seine
mediale Reichweite, dazu mißbraucht, politischen Einfluß
auszuüben. Noch etwas genauer gesagt legt der Artikel den
Finger in die Wunde, daß ein guter Klavierspieler ein
schlechter politischer Kommentator oder sogar ein aktives
Mitglied eines Twittermobs sein kann. Musikalisch
ausgedrückt: vom intellektuellen Niveau her gesehen spielt
Levit in den sozialen Netzen teilweise auf der Buschtrommel, bis
hin zu üblen verbalen Entgleisungen.
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